„When the Silence comes“ (2018)

Kurzfilm / UK, Taiwan / Animation / 2018

Filmkritik: Die in Taiwan geborene Animationskünstlerin Liang-Hsin Huang zeigt mit ihrem Kurzfilm „When the Silence comes“, der auf dem 62. DOK Leipzig seine Deutschlandpremiere feierte, wie man auch im Schweigen Zusammengehörigkeit finden kann.

In Momenten des Schweigens grenzen sich zwei Figuren voneinander ab. Doch die Distanz wird immer wieder überwunden und sie vereinen sich in Umarmung und Verschmelzung der Haare.

Der nur vier-minütige Kurzfilm „When the Silence comes“ gibt dem Zuschauer Raum zur Interpretation. In wunderbaren schwarz-weiß Animationen finden zwei Menschen immer wieder zusammen, verbinden sich (über die Haare) und distanzieren sich wieder. Das könnte für ein Beziehungsende genauso gut stehen, wie für das menschliche Miteinander an sich. Zudem beschäftigt sich der Film mit der Kraft des Schweigens und dessen Konsequenzen. Was ist, wenn nicht mehr Worte unser Handeln lenken? Welche Bedeutung gewinnt das Körperliche? Die Animationskünstlerin Liang-Hsin Huang, die gerade ihren Abschluss am Royal College of Art in London gemacht hat, wirft diese Frage in ihrem Kurzfilm auf und lädt die Zuschauer zum Interpretieren ein. Ihre gewählte Bildsprache fängt das Schweigen in eindringlichen Schwarz-Weiß-Bildern ein und macht die Wirkung vor allem im Alltag greifbar. Wunderbar ist auch das fantastische Element des Verschmelzens der Haare. So ist im Gesamten ein Animationsfilm entstanden, der das Schweigen auf andere Weise thematisiert und im Gedächtnis bleibt. 

Fazit: Die Animationskünstlerin Liang-Hsin Huang schuf mit ihrem kurzen Kurzfilm „When the Silence comes“ ein Kleinod, das in schwarzweißen Bildern das Schweigen und das Zwischenmenschliche einfängt.  

Bewertung: 6/10

Trailer zum Kurzfilm „When the Silence comes“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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