„Rite“ (2011)

Kurzfilm / UK / Fiktion / 2011

Filmkritik: In dem Sonderprogramm ‚Fokus Junges Schottland‘ der 30. Bamberger Kurzfilmtage konnte man auch den Kurzfilm „Rite“ aus dem Jahr 2011 von Michael Pearce sehen, der sich auf realistische Weise mit einem angespannten Vater-Sohn-Verhältnis beschäftigt.

Ein Vater (Martin Herdmann) holt seinen Teenager-Sohn (Bradley Hall) ab, um mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Doch über die letzten Jahren wurde er mehr und mehr erwachsen, veränderte sich und wurde rebellischer, sodass eine Kontaktaufnahme immer schwerer fällt.

In seinem 17-minütigen Kurzfilm „Rite“ beschäftigt sich der Regisseur Michael Pearce (*1981) mit einem komplizierten Vater-Sohn-Verhältnis. Bedingt durch getrennte Leben und die Entwicklung des Sohns, welche für den Vater nur schwer nachvollziehbar ist, erleben wir eine holprige Annäherung. Bei dem Zuschauer, mit seinen unfreiwilligen Klischees im Kopf, setzt sich schnell ein Bild fest, was dann wunderbar gebrochen wird und dann hält der Film eine herzensgute Botschaft parat. Dabei ist die Botschaft wunderbar ehrlich, nicht moralinsauer und unprätentiös. Hinzu kommt kommt das naturalistische Spiel der beiden  Schauspieler Martin Herdmann und Bradley Hall welche in einem authentischen Setting nah an der Realität agieren und kommunizieren. Ein gelungener, berührender kleiner Film über ein notwendiges, offenes Aufeinanderzugehen. Kein Wunder, dass er 2011 als einer von fünf Nominierten in das Rennen um den BAFTA-Award (British Academy of Film and Television Arts) für den ‚Besten Kurzfilm‘ gegangen ist. 

Fazit: Der britische Kurzfilm „Rite“ von Michael Pearce erzählt von einem schwierigen Vater-Sohn-Verhältnis und spielt mit gedanklichen Verhärtungen. Doch der Kurs des Films ändert sich und so kann er damit und der innewohnenden Botschaft überraschen und berühren. 

Bewertung: 7/10

Überzeugt euch selbst – den Kurzfilm „Rite“ gibt es online:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

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