„Strangers“ (2019)

Kurzfilm / Australien / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der australische Kurzfilm „Strangers“, gesehen online auf den 31. Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg, ist eine berührende Geschichte über Liebe im Alter und den Umgang mit alten Menschen, welche einfühlsam von Jamieson Pearce erzählt wird.   

In einem Pflegeheim verlieben sich zwei ältere Damen mit Demenz ineinander und leben ihren zweiten Frühling aus. Doch die Heimleitung will diese Verbindung nicht dulden und schaltet die Verwandten ein.

In seinem 13-minütigen Kurzfilm „Strangers“ beleuchtet der Regisseur und Drehbuchschreiber Jamieson Pearce eine Liebe in einem Altersheim. Dabei stützt er sich auf wahre Erzählungen und Vorkommnisse und schuf einen einfühlsamen Film über die Liebe im Alter. Doch nicht nur das: Hier geht es um ein spätes Coming-Out und die Bekenntnis zu einer gleichgeschlechtlichen Liebe. Gleichzeitig wird aber kritisiert, dass es im Allgemeinen nicht akzeptabel ist, wenn sich Heimbewohner noch einmal verlieben und das auch körperlich ausleben. So besitzt der Film zwar auch viele ernste Töne, schafft es aber mit dem richtigen Einsatz von Humor ganz leichtfüßig zu sein, so dass die ZuschauerIn sofort mit den Charakteren verbunden ist und

Melissa Jaffer

mitfühlt. Das wird abgerundet von einer stimmigen, souveränen Inszenierung, welche Authentizität und filmischem Erleben gleichermaßen Raum gibt und von der Offenheit und Spielfreude seiner ProtagonistInnen lebt. So entstand ein rundum gelungener Film über ein wichtiges Thema, welcher es schafft ans Herz zu gehen. 

Fazit: Der Filmemacher Jamieson Pearce schuf mit „Strangers“ einen berührenden Kurzfilm über die Liebe im Alter. Dabei greift er ernste Aspekte auf, schafft es aber mit Gefühl und einer guten Prise Humor mühelos den ZuschauerInnen seine Geschichte näher zu bringen.

Bewertung: 8/10

Hier kanns Kurzfilm „Strangers“ komplett anschauen:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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