„Wind“ (2013)

Kurzfilm / Deutschland / Animation / Robert Löbel

Filmkritik: Mit dem Animationsfilm „Wind“ feierte Robert Löbel seinen Abschluss an der HAW Hamburg und konnte damit auf vielen Festivals die ZuschauerInnen begeistern und Preise gewinnen u.a. auf dem 25. Filmfest Dresden, wo er den mit 3000 € dotierten DEFA-Förderpreis gewann. 

Die Bewohner eines Ortes haben sich damit arrangiert stets mit starken Wind zu leben und haben sich daran angepasst.

Nachdem er eine Vorlesung seiner Freundin über informelle Siedlungen besucht hatte, bekam Robert Löbel (*1984) die Idee einen Animationsfilm zu machen, über einen Ort, welcher sich in einem fortwährenden Konflikt befindet. Zuerst wollte er eine ganze Siedlung zeichnen, welche im ständigen Kampf gegen den Wind steht. Immer mehr reduziert er seine Details und konzentrierte sich schlussendlich allein auf die Menschen, die sich auf ein Leben mit permanenten Wind eingerichtet haben. Dabei wird neben viel Witz auch eine unterschwellige Botschaft für die selbst gewählten – oder gar verursachten – Umweltbedingungen mitgeliefert. Auch schwingt unterschwellig eine politische Botschaft mit und berichtet von Menschen, welche ihr Fähnchen in jeden Wind hängen. Umgesetzt wurde der nicht einmal vier Minuten lange Film mit stimmigen, amüsanten Animationen. Mit der Konzentration auf seine Figuren, viele lustige Einfälle und einem wiedererkennbaren Stil erzählt er seine Geschichte. Diese Diplomarbeit war der perfekte Start für Löbels Karriere als Filmemacher, welche er mit Filmen wie „Link“ (2017) und „Island“ (2017) erfolgreich fortführte. 

Fazit: Robert Löbels Abschlussfilm „Wind“ ist ein gelungener Animationsspaß, welcher neben viel Humor auch eine klare Botschaft parat hält. Dafür wählt er einen gelungenen Animationsstil, der mit witzigen Ideen aufwartet und damit im Gedächtnis bleibt und so auch fast wie von selbst eine erfolgreiche Festivalrunde durchlief.  

Bewertung: 7/10

Aber überzeugt euch selbst – den Kurzfilm „Wind“ gibt es online:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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