„Community“ (Staffel 3, 2013)

Letzte Artikel von Doreen Matthei (Alle anzeigen)

 Serienkritik: Nachdem man in den ersten beiden Staffeln schon die bunte Truppe kennen und zum größten Teil lieben gelernt hat, geht es in der dritten Staffel aus der Hand von Dan Harmon mit der gleichen bewährten Mixtur richtig zur Sache.

Das dritte Collegejahr fängt für die Lerngruppe in diesem Jahr schon mit einer herben Enttäuschung an, denn sie müssen in die Biologieklasse wechseln. Doch es kommt noch dicker: Durch eine Intrige des ehemaligen Spanischlehrers Chang (Ken Jeong) wird der Schulleiter Craig Pelton (Jim Rash) ersetzt und die Truppe um Jeff (Joel McHale) und Britta (Gillian Jacobs) wird rausgeschmissen. Doch sie kommen dem Ganzen auf die Schliche, dafür brauchen sie nur die Hilfe der Klimaanlagen-Fakultät, welche unter der strengen Hand von Robert Laybourne (John Goodman) geführt wird. Troy muss sich jetzt entscheiden, ob er auf die andere Seite wechseln will, damit Pelton gerettet werden kann, aber dafür muss er seine Freunde zurücklassen, u.a. Annie (Alison Brie) und Abed (Danny Pudi), der davon überzeugt ist, dass mehrere Parallelwelten und ein böser Abed dafür verantwortlich sind.

Auch in der dritten Staffel blieb sich Serienerfinder Dan Harmon seinem Konzept treu. Fast jede Folge widmet sich inhaltlich einem Genre oder einem Thema und passt sich dem auch meist optisch an. So finden wir in dieser Staffel neben Parallelwelten und Zeitreiseideen, eine Musical-Folge á la „Glee“, eine Gerichtsfolge im Stil von Law & Order sowie starke Thriller- und Krimi-Ausprägungen rund um die Klimaanlagenfakultät. Eine ganze Folge ist die Community-Version der Dokumentation „Hearts of Darkness“ (1991), welche die Entstehung von „Apocalypse Now: Redux“ von Francis Ford Coppola festhält. Bei all der Freude am Springen durch die Genres, kommen auch in der dritten Staffel immer häufiger ernste und auch düstere Töne an die Oberfläche. So wird zum Beispiel die Gruppendynamik auch einmal von außen beleuchtet, aus der Sicht eines nicht gewollten Lernkollegen, und es wird sich ernsthafter mit Pearce und all seinen menschenverachtenden Tendenzen auseinandergesetzt. Doch es gibt ein positives Ende und der Humor überwiegt auch in den meisten Folgen. Schön ist, dass Harmon sich traut seine Figuren weiterzuentwickeln und das abseits klassischer Sitcom-Verstrickungen. Dass die Figuren-

Danny Pudi

Dynamik so gut funktioniert, liegt natürlich auch an den DarstellerInnen, welche in ihre Rollen eingetaucht sind. So ist auch die dritte Staffel der Community-College-Serie ein Genuss, bietet vor allem Cineasten viel Stoff und unterhält mit der perfekten Mischung aus ernsten Themen und Humor. So freut man sich als ZuschauerIn auf die drei verbliebenen Staffeln.

Fazit: Auch die dritte Staffel der Sitcom „Community“ aus der Hand von Dan Harmon hält, was sich die Fans erhofften. Mit vielen Zitaten, Humor, ernsten Zwischentönen und einer grandiosen Spielfreude bietet jede Episode eine eigene Einzigartigkeit, womit sich die Serie wunderbar zum Bingen eignet.

Bewertung: 5/5

Trailer zur Staffel 3 der Serie „Community“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.