„Community“ (Staffel 2, 2013)

Serienkritik: Die Kultserie „Community“ macht in der zweiten Staffel da weiter, wo sie am Ende der ersten Staffel aufgehört hat, und malt das College-Leben in 24 Folgen aus mit einem wilden Potpourri aus vermeintlichen Alltagsschilderungen, Humor, popkulturellen Anspielungen und diversen Ausflügen in die unterschiedlichsten Genre aus.

Auch im zweiten Jahr beschließt die ehemalige Spanisch-Lerngruppe wieder zusammen zukommen. Annie (Alison Brie) schlägt als gemeinsamen Kurs Anthropologie vor und so finden sie sich jede Woche dort ein, um mehr über den Menschen zu lernen. Doch eigentlich wollen die beiden besten Freunde Abed (Danny Pudi) und Troy (Donald Glover), das heimliche Paar Jeff (Joel McHale) und Britta (Gillian Jacobs), die überraschenderweise wieder schwangere Shirley (Yvette Nicole Brown), der Chauvinist Pearce (Chevy Chase), sowie Annie und neuerdings auch der ehemalige Spanisch-Lehrer Chang (Ken Jeong) nur Zeit miteinander verbringen. Dabei stoßen sie auch in ihrem zweiten Jahr auf viele Widrigkeiten, besuchen abstruse Kurse und müssen sich in Paintball-Spielen oder auf Halloween-Partys durchschlagen.

Alison Brie, Chevy Chase, Danny Pudi, Donald Glover und Gillian Jacobs

Auch die zweite Staffel der 2009 gestarteten Sitcom „Community“ bleibt ihrem Konzept treu. In einem gewöhnlichen Alltagsrahmen an einem nicht ganz so gewöhnlichen College trifft eine Gruppe eigenwilliger Figuren aufeinander und meistert zusammen den Studieralltag. Dabei geht es in den meisten Folgen, der von Dan Harmon und von Dino Stamatopoulos (spielt in der Serie die Rolle des Sternbacke) geschriebenen Serie, um die kleinen Dinge. Die Kursbelegung, das Meistern der einzelnen Kurse und wie Feste wie Halloween oder Weihnachten gefeiert werden. Zudem werden die Beziehungen der Figuren untereinander intensiviert und die Figuren gewinnen mehr und mehr ein Profil, was sich immer mehr von ihren anfangs absichtlich angelegten Stereotypen entfernt. Einzig und allein die Figur des Pearce, wunderbar schrecklich verkörpert von Chevy Chase, scheint mit ihrer Kleingeistigkeit auf der Stelle zu treten, was aber glücklicherweise auch endlich in der Serie thematisiert wird. Die Serienmacher bleiben auch ihrer Liebe zum Genrespiel treu. Die Zuschauer bekommen so Folgen zu sehen, welche als Dokumentation oder als Stop-Motion angelegt sind. Man taucht in die Welt der ‚Dungeons & Dragons‘-Pen&Paper-Spiele ab und wir erleben ganze Folgen im Stile von Zombiefilmen, Western, „Star Wars“ oder Jesus-Filmen. Jede Folge birgt neue Überraschungen und Anspielungen. Zudem tauchen neben der Stammcrew immer wieder Gäste wie Jack Black („Jumanji: Willkommen im Dschungel“ (2017)) und Josh Holloway („Lost“ (2004-2010)) auf, welche das Ensemble mit ihren schrägen Figuren bereichern. Neben vielen Film- und popkulturellen Anspielungen ist auch der Cast wieder das größte Plus der Serie. Das Zusammenspiel von Danny Pudy und Donald Glover als Abed und Troy ist entzückend. Alison Brie und Gillian Jacobs kosten ihre Stereotypen mit viel Spielfreude aus. Dan Harmon ist mit „Community“ eine wunderbare Serie gelungen, welche gefühlt mit jeder Folge besser wird, so dass sie sich ganz automatisch zu einem absoluten Serien-Muss entwickelt hat. 

Alison-Brie-Danny-Pudi-Donald-Glover-Joel-McHale

Fazit: Dan Harmons Serie „Community“ setzt ihr erfolgreiches Konzept der ersten Staffel in den 24 Folgen der zweiten Staffel gelungen fort. Die Serie nimmt sogar noch mehr an Fahrt auf und spielt dabei munter mit Genren, Zitaten, Stereotypen und ungewöhnlichen Einfällen in scheinbar normalen Alltagssituationen. Jede Folge ist ein Garant für gute Unterhaltung und eignet sich wunderbar für Zwischendurch oder auch fürs sogenannte Binge-Watching.

Bewertung: 4/5

Trailer zur zweiten Staffel der Serie „Community“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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