„Boxi und der verlorene Schatz“ (2019)

Filmkritik: Basierend auf seiner Fernsehserie „Boxi“ schuf der ungarische Filmemacher Béla Klingl den Film „Boxi und der verlorene Schatz“ (OT: „Boxi A Film“, Ungarn, 2019), zu sehen u.a. auf dem 25. Schlingel 2020, mit Helden in Kartonform und spricht damit vor allem junge ZuschauerInnen an.

Der kleine Junge Kartomi begegnet bei einem Spaziergang durch die Stadt nicht nur seinem neuen besten Freund, dem Hund Boxi, sondern findet auch eine Schatzkarte. An jeder Station gibt es Aufgaben zu lösen, welche meist als Hilfe für die StadtbewohnerInnen daher kommen. So folgt er der Spur des Schatzes bis zum finalen Kreuz am Boden.

Auf den ersten Blick scheint die Welt von Kartomi und Boxi wirklich aus Pappen und Schachteln entstanden zu sein. Doch schnell wird klar, dass dieses Werk am Computer entstand. Trotzdem schafft es der ungarische Regisseur Béla Klingl (*1971), der auch das Drehbuch dafür geschrieben hat, die Welt so erscheinen zu lassen, als ob man eine Stadt aus haptischen Kartons erblickt. Das ist charmant und funktioniert gut und nicht nur für die jungen ZuschauerInnen. Die Geschichte dagegen ist mit viel Humor, Überraschungen und einer stets guten, menschlichen Botschaft auf ein kindliches Publikum zugeschnitten. Episodenhaft erzählt der einstündige Film von den einzelnen Stationen der Helden auf ihrem Weg zum Schatz, welche man bestimmt auch mit Unterbrechungen anschauen kann. Dabei begegnen uns viele Papp-Erwachsene, deren Probleme von den beiden jungen Freunden gelöst werden. Dabei verzichtet der Film komplett auf Sprache, welche hier auch unnötig wäre. So eignet sich der Film mit seiner Geschichte, Länge, Ausgestaltung und charmanten Einfällen schon für ZuschauerInnen ab fünf Jahre, aber auch Erwachsene, welche den Film zusammen mit ihren Kindern sehen, können ihre Freude damit haben.

Fazit: Der Animationsfilm „Boxi und der verlorene Schatz“ erzählt in Episoden die Abenteuer eines Jungen und seines Hundes auf der Suche nach einem Schatz. In charmanter Karton-Optik, mit kreativen Einfällen und der richtige Portion Humor und Moral schafft es der Regisseur Béla Klingl bereits kleine ZuschauerInnen gut zu unterhalten.

Bewertung: 6,5/10

Kinostart: – / DVD-Start: –

Trailer zum Film „Boxi und der verlorene Schatz“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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