Sieben Fragen an Geoffrey Uloth

Interview: Im Gespräch mit dem kanadischen Regisseur Geoffrey Uloth konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Moment“, der auf vielen Festivals zu sehen war (u.a. auf dem 21. Landshuter Kurzfilmfestival), erfahren. Er erzählt wie aus einer wahren Geschichte eine Superhelden-Coming-of-Age-Geschichte geworden ist, wie schnell sie die perfekte Hauptdarstellerin fanden und ob er von diesen besonderen Superhelden in einem Langfilm weitererzählen wird. 

The original english language interview is also available.

Kannst Du mir zu den Anfängen für Deinen Film „Moment“ erzählen? Warum hast Du Dich für die Mischung aus authentische Coming-of-Age-Geschichte und  Superhelden-Genre entschieden?

Die Saat von „Moment“ wurde gepflanzt, als eine Freundin mir eine erschreckende wahre Geschichte erzählte, die sie über eine junge Frau gehört hatte, die in einem Hinterzimmer auf einer Party sexuell missbraucht wurde. Die Frau hatte gespürt, dass der Angriff bevorstand, aber weil ihre Angreifer zunächst nett erschienen waren, war sie überrascht und geriet in Aufregung. Bevor sie vollständig verarbeiten konnte, was geschah, war es zu spät, um zu entkommen. Meine Freundin und ich diskutierten darüber, dass die meisten von uns ähnlich auf unerwartete Aggressionen reagieren würde und mir kam der Gedanke, dass die Dinge anders laufen würden, wenn wir in diesen Momenten, bevor die Dinge außer Kontrolle geraten, die Zeit anhalten könnte, um über die beste Vorgehensweise nachzudenken. Dann könnten wir die Zeit wieder in Gang setzen und die Situation mit klarem Kopf in den Griff bekommen. Danach konnte ich nicht mehr aufhören, über diese Idee nachzudenken. Ich erkannte, dass die Möglichkeit, sich in einer Situation zu bewegen, während die Zeit angehalten ist, unglaublich ermächtigend sein könnte, weil man das Geschehen aus allen Blickwinkeln analysieren und herausfinden kann, wie man am besten handeln sollten. Das brachte mich auf die Idee, das Anhalten der Zeit mit Astralprojektionen zu kombinieren. Ich bin damit aufgewachsen, Comics zu lesen, und die meisten Superhelden sind wie Götter, die alles retten und den ganzen Ruhm ernten. Aber Superhelden, die die Zeit anhalten und auf der Astralebene operieren können, aber nichts in der physischen Welt anfassen können, würden für die Menschen, denen sie zu helfen versuchen, eher wie geisterhafte Trainer wirken. Am Ende liegt es an den Opfern, sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien, wenn die Zeit wieder weiter läuft. Das ist unglaublich beängstigend für das Opfer, aber potenziell ermächtigend. Ich entschied mich, die Kräfte des Zeitstoppens und der Astralprojektion zwei Geschwistern zu geben, weil ich das Gefühl hatte, dass das realistischer ist und der Geschichte mehr Tiefe verleihen könnte.

Emelia Hellman, Patrick Abellard und Dayane Ntibarikure

Ich habe oft über die Geschichte der jungen Frau auf der Party nachgedacht und darüber, wie die Dinge anders ausgegangen wären, wenn sie nur Hilfe gehabt hätte. Sie wurde zur Inspiration für die Hauptfigur von „Moment“, Charli. Um die Idee des Empowerments weiter zu erforschen, wollte ich auch, dass Charli einige ernsthafte persönliche Probleme hat, für die sie teilweise verantwortlich ist und die sie aufgrund ihrer Wut, ihrer Angst und ihres geringen Selbstwertgefühls nicht lösen kann. In dem Maße, wie sie befähigt wird, mit dem Angriff umzugehen, dem sie ausgesetzt ist, wird sie auch befähigt, mit ihren persönlichen Problemen umzugehen. Für mich ist dieses emotionale Coming-of-Age-Element das, was den Film so wertvoll gemacht hat. Ich persönlich fühle mich mit dieser Geschichte verbunden, und glücklicherweise hat sich herausgestellt, dass sich auch viele andere mit ihr verbunden fühlen.

Ich finde es wunderbar, wie Du es schaffst in Deinem Film Spannung und Gefühl sich die Waage halten zu lassen – lag Dir das am Herzen?

Danke schön! Ich wusste von Anfang an, dass ich einen emotionalen Film machen wollte. Als ich mich darauf vorbereitete, die Geschichte zu schreiben, bekam ich schon beim bloßen Gedanken daran eine Gänsehaut, also wusste ich, dass es das Potenzial hatte, stark zu sein. Ich wusste auch, dass die Emotionen dadurch entstehen würden, wenn man einer Person mit Schwächen, die tief im Inneren glaubt, nicht stark zu sein, zusieht und die in eine Situation gedrängt wird, die wir alle schrecklich finden würden, und dann erlebt, wie sie den Mut und die Kraft findet, dies zu überwinden und sogar andere, positive Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Das war von Anfang an mein Ziel, und damit es funktioniert, wusste ich, dass ich den Angriff so beängstigend wie möglich und Charlis Reaktion darauf so glaubhaft wie möglich sein musste. Also habe ich intensiv daran gearbeitet und beim Schreiben viel Input von zwei Frauen bekommen: meiner Schwester und Co-Produzentin Holly Uloth und meiner Schwägerin Chloé Cinq-Mars, die eine sehr talentierte Drehbuchautorin ist.

In Deinem Film ist alles wunderbar aufeinander abgestimmt – kannst Du mir mehr zu dem visuellen Konzept erzählen?

Jonathan David Bedard und Patrick Abellard

Es kommt alles darauf an, großartige Mitarbeiter auszuwählen. Ich wollte, dass sich der Film ein wenig düster und real anfühlt und nicht das Hochglanz-Fantasy-Gefühl besitzt, welches wir normalerweise mit Superheldenfilmen assoziieren, während der Film trotzdem ein Gefühl für das Potenzial für Magie besitzt. Unser Kameramann, Alexandre Bussière, war mit seiner Kameraarbeit maßgeblich daran beteiligt, den Look des Films zu schaffen, der detailreich und düster zugleich ist. Ich habe wochenlang gesucht, um die richtigen Drehorte zu finden. Als ich die Gasse mit ihren mit Graffiti überzogenen roten Ziegeln gefunden hatte, begann sich der Look des Films herauszukristallisieren. Unsere Produktionsdesignerin Laura Nhem und unser Requisiteur Jess Hart machten sich dann an die Arbeit, um die Drehorte so zu gestalten, dass ein Gefühl von magischem Realismus entsteht. Die Sets sahen fantastisch aus. Unsere Kostümbildnerin Monika Herédi arbeitete hart daran, Kostüme zu entwerfen, die die Geschichte erzählten und eine Anspielung auf die etablierte Ästhetik von Superhelden- und Bösewicht-Kostümen waren, während sie gleichzeitig den Realismus bewahrten und das Budget einhielten (das sehr klein war). Wir wollten, dass die Superhelden-Kostüme so aussehen, als wären sie von unseren Charakteren zusammengestellt worden, die keine Ahnung vom Nähen haben. Zum Beispiel wurden die Embleme des „A“ für Astral und des „T“ für Timeless einfach mit weißem Klebeband auf den Jacken der Charaktere angebracht. Ich denke, so würden echte Kinder mit Superkräften ihre Kostüme zusammenstellen. Es nervt mich manchmal, dass die Kostüme der Superhelden immer so aussehen, als wären sie von den talentiertesten Designern der Welt gemacht worden, obwohl die Superhelden-Charaktere in der Geschichte nicht die geringste Ahnung von der Herstellung eines Kostüms haben. Mir ist klar, dass es am Ende nur Fantasie ist, aber mir gefällt wirklich, wie unsere selbstgemachten Kostüme geworden sind. Die Geschichte spielt in der Halloween-Nacht, also hatten wir viel Spaß mit der Dekoration der Partyszenen und mit den Halloween-Kostümen der Bösewichte, was dazu beigetragen hat, den Film mit der Möglichkeit von Magie zu versehen.

Unser VFX-Künstler, Andrew Gene, verbrachte Monate damit, die visuellen Effekte im Film zu kreieren, und es war aufregend zu sehen, wie sie zusammenkamen und die Geschichte wirklich aufwerteten. Er wählte ein feuriges Lila für die Astralschrift, und obwohl wir andere Farben ausprobierten, kamen wir immer wieder darauf zurück. Schließlich hat der Kolorist, Lyne Lepage von Rodeo FX, zwei verschiedene Welten in der Geschichte geschaffen: die normale Welt und die Welt der Astralebene. Wir behielten warme Farben in der realen Welt bei und zogen sie auf der Astralebene heraus, wodurch sie entsättigt und kühler wurde. Die Ausnahme zu diesem Astral-Look waren unsere Superhelden, die ihre Farbe behielten. Die Idee war, dass sie in diese Welt gehören, während alles andere in Zeit und Raum eingefroren ist und ein Geist oder Schatten ihrer selbst sind.

Auch deine SchauspielerInnen sind hervorragend – wie hast Du sie gefunden? Was war Dir bei der Wahl der DarstellerInnen wichtig?

Emelia Hellman und Patrick Abellard

In ihrem Namen danke ich dir. Im Kern ist „Moment“ eine Geschichte über emotional verletzte Menschen, die sich gefährlich außerhalb ihrer Komfortzone befinden und nach Mut suchen, von dem sie nicht wissen, ob sie ihn haben, also habe ich wirklich nach Schauspielern gesucht, die das wahrheitsgetreu darstellen können. Unsere Casting-Direktorin, Cat Lemieux, ist selbst Schauspielerin und sie war maßgeblich daran beteiligt, die richtigen Leute zu finden. 

Emelia Hellman, die Charli spielt, kam an unserem ersten Tag des Vorsprechens, und sie hat sich wirklich ins Zeug gelegt und uns umgehauen. Holly und ich dachten, wow, sie ist großartig, aber wir können doch unmöglich schon am ersten Tag unsere Hauptdarstellerin gefunden haben, oder? Normalerweise ist es eine lange Suche nach der richtigen Person. Also haben wir weiter vorsprechen lassen und sind immer wieder zu Emelia zurückgekehrt. Sie hatte es vom ersten Tag an drauf. 

In Montreal gibt es einen kleineren Pool an englischsprachigen Schauspielern als in anderen kanadischen Städten, und da wir die Hauptrollen mit People of Color besetzen wollten, dauerte es länger, Patrick Abellard und Dayane Ntibarikure für Astral und Timeless zu finden. Als Patrick schließlich für uns vorsprach, fühlte ich, wie mir eine riesige Last von den Schultern fiel, denn er hat einfach diese Magie. Seine Darbietung war mühelos, echt und sympathisch, und seine Verletzlichkeit hat diese Figur wirklich aufgewertet. Dayane wurde mir von unserer Casterin empfohlen, und ich habe sie gecastet, nachdem ich sie in einem Kurzfilm gesehen und dann eine Stunde lang mit ihr telefoniert hatte. Sie hat die perfekte Energie für die Rolle und ich habe nicht einmal für sie vorgesprochen. Sie brachte wirklich eine Fürsorge und Tiefe in Sandy/Timeless, die im Drehbuch nur angedeutet war. Susan Glover, die Charlis Mutter spielt, kenne ich schon lange, obwohl wir noch nie zusammengearbeitet haben, und sie brachte wirklich so viel Herz und Herzschmerz in diese Rolle, was unglaublich ist, wenn man bedenkt, dass sie nicht sehr lange auf dem Bildschirm ist. Wir haben alle unsere talentierten Schauspieler durch Vorsprechen gefunden, mit Ausnahme von Mark Camacho, der in meinem Kurzfilm „The Ecstasy Note“ mitspielte und in „Moment“ eine Cameo-Rolle als Polizist hat. Ich bin so stolz auf sie alle.

Könntest Du Dir vorstellen einen Langfilm über diese Welt und ihre Figuren zu erzählen?

Auf jeden Fall. Es ist so ein fruchtbarer Boden für gute Geschichten, und ich hatte immer vor, „Moment“ zu erweitern und zu einer größeren Geschichte zu entwickeln, entweder zu einem Spielfilm oder zu einer TV-Serie. Es gab bereits Interesse von Produzenten, das Buch als Serie zu vermarkten, was ziemlich toll wäre. Es gibt so viele in der Zeit angehaltene Momente zu erforschen und so viel über diese Charaktere und ihre Kräfte zu entdecken.

Kannst Du mir am Schluss noch ein bisschen mehr von Dir und Deinem filmischen Werdegang erzählen?

Patrick Abellard

Ich bin in einem Vorort von Montreal, Kanada, aufgewachsen und als ich jünger war, wollte ich Meeresbiologe werden und mich auf Haie spezialisieren. Leider haben mich die ganzen Angriffsgeschichten in meinen Haibüchern von dieser Idee abgeschreckt. Als ich aufwuchs, haben meine Eltern meinem Bruder, meiner Schwester und mir oft Bücher vorgelesen, und Filmabende in der Stadt waren bei uns zu Hause immer ein beliebtes Ereignis. Langsam verliebte ich mich in das Geschichtenerzählen, auch wenn mir das damals noch nicht bewusst war. Unsere Mutter hatte während unserer Kindheit immer wieder Krebs, und da unsere Eltern negative Emotionen nicht gut ausdrücken konnten, denke ich, dass wir Kinder uns dem Geschichtenerzählen zuwandten, um unseren Stress zu verarbeiten. Ich schloss das College mit einem Abschluss in Liberal Arts ab und nahm mir zwei Jahre Auszeit, um Snowboard zu fahren, wurde schließlich von Burton Snowboards gesponsert und wurde kurzzeitig Profi. 

Als meine Mutter kurz nach meinem 21. Geburtstag starb, entschied ich mich für ein Filmstudium im Studiengang Communication Studies der Concordia University. Tatsächlich sind alle Uloth-Kinder irgendwann Filmemacher geworden. Nach dem Abschluss drehte ich mehrere Kurzfilme, die gut liefen, und schrieb einen Haufen Drehbücher, während ich in verschiedenen Positionen an Filmsets arbeitete, um die Rechnungen zu bezahlen. Einen Sommer lang habe ich bei Martin Scorseses „The Aviator“ mitgewirkt, was sehr viel Spaß gemacht hat. 

Im Jahr 2013 schrieb ich den ersten Entwurf dessen, was schließlich „Moment“ werden sollte. Während ich es umschrieb und versuchte, die Finanzierung der Produktion auf die Beine zu stellen, bekam ich meinen ersten Job als Fernsehregisseur, indem ich die Abenteuersendung „Chasing Monsters“ zusammen mit dem Moderator und Produzenten der Sendung, Cyril Chauquet, gestaltete. Es war eine lustige (und intensive) erste TV-Erfahrung, mit der sich der Kreis schloss, als ich endlich mit echten MeeresbiologInnen abhängen und während der Dreharbeiten sogar mit Haien schwimmen durfte. Wir haben „Moment“ im Oktober/November 2017 gefilmt und es schließlich 2019 fertiggestellt. Seitdem ist er sehr gut gelaufen und hat über 30 Preise gewonnen, was eine schöne Überraschung für alle war. Nach all der harten Arbeit ist es schön zu wissen, dass der Film das Publikum emotional anspricht.

Magst Du noch etwas über Deine aktuelle Projekte erzählen?

Ich arbeite im Moment an mehreren Projekten. Ich schreibe ein Drehbuch für einen psychologischen Thriller namens Carbon um, in dem es um einen trauernden Geschäftsmann geht, der eine skrupellose kriminelle Firma beauftragt, sich selbst zu klonen. Zurzeit befinde ich mich in der Postproduktion einer neuen Großfisch-Abenteuerserie für den Discovery Channel namens „Last Of The Giants“, bei der ich Co-Autor und Regisseur, Cutter und Kameramann bin. Sie kommt im Herbst 2021 heraus. Wenn du sehen willst, wie ich mein Frühstück über die Bordwand eines Bootes auf See kotze, solltest du unbedingt einschalten. Und schließlich entwickle ich aus „Moment“ eine längere Geschichte, auf die ich ziemlich gespannt bin.

Die Fragen stellte Doreen Matthei
Übersetzung Michael Kaltenecker

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „Moment


Interview: In a conversation with Canadian director Geoffrey Uloth, we were able to learn more about his short film “Moment“, which was screened at many festivals (including the 21st Landshut Short Film Festival). He talks about how a true story turned into a superhero coming-of-age story, how quickly they found the perfect leading lady, and whether he will continue to tell about these special superheroes in a feature-length film.

Can you tell me about the beginnings of your film “Moment“? How did you come to combine an authentic coming-of-age story with the superhero genre?

The seed of “Moment” was planted when a friend told me a frightening true story she’d heard about a young woman who was sexually assaulted in a back room at a party. The woman had sensed the attack was about to happen, but because her attackers had seemed nice at first, she was surprised and became flustered. Before she could fully process what was happening, it was too late to escape. My friend and I discussed how most of us react similarly to unexpected aggression, and it occurred to me that things would be different if we could stop time in those moments, before things get out of control, to think about the best course of action. Then we could restart time and take control of the situation with a clear head. Afterwards, I couldn’t stop thinking about the idea. I realized that being able to move around in a situation while time is stopped could be incredibly empowering, because you could analyze what’s happening from all angles and figure out what to do about it. This brought me to the idea of combining time-stopping with astral projection. I grew up reading comics, and most superheroes are like gods who do all the saving and get all the glory. But superheroes who can stop time and operate on the astral plane, but can’t actually touch anything in the physical world, would become more like ghostly coaches to the people they are trying to help. In the end, it’s all up to the victim to save themselves from their predicament when time restarts. It’s incredibly frightening for the victim, but potentially empowering. I decided to give the time-stopping and astral projecting powers to two siblings, because I felt that was more realistic and could provide more depth to the story.

I often thought about the story of the young woman at the party, and how things would have turned out differently if she’d only had help. She became the inspiration for “Moment“s main character, Charli. To explore the idea of empowerment further, I also wanted Charli to have some serious personal problems, which she is partially responsible for, and has been unable to resolve because of her anger, fear and low self-esteem. As she becomes empowered to deal with the attack she faces, she also becomes empowered to deal with her personal issues. For me, that emotional, coming-of-age element is what made the film worth making. I personally connect with that story, and thankfully it turns out that many others have connected with it as well.

I think it’s wonderful how you manage to balance tension and emotion in your film – was that something that was close to your heart?

Thank you! I knew from the start that I wanted to make an emotional film, and as I was getting ready to write the story, I would get choked up just thinking about it, so I knew it had the potential to be powerful. I also knew that the emotion would come from watching someone flawed, who believes deep down that they aren’t strong, get thrust into a situation we would all find terrifying, and then watch them find the courage and strength to overcome it, and even make different, positive choices for the future. That was my goal from the beginning, and for it to work, I knew I had to make the attack as frightening as possible, and Charli’s reaction to it as believable as possible. So I worked hard on that and got a lot of input from two women as I wrote; my sister and co-producer, Holly Uloth, and my sister-in-law, Chloé Cinq-Mars, who is a very talented screenwriter.

Everything in your film is beautifully matched – can you tell me more about the visual concept?

It all comes down to picking great collaborators. I wanted the film to feel a little gritty and real, and not have the high-gloss, fantasy feel we normally associate with superhero films, while also maintaining a sense of the potential for magic. Our cinematographer, Alexandre Bussière, was integral in creating the look of the film through his photography, which is rich and gritty all at once. I searched for weeks to find the right locations. Once I found the alley, with its graffiti covered red brick, the look of the film started to come into focus. Our production designer, Laura Nhem, and props master, Jess Hart, then went to work on the locations to create a feeling of magical realism. The sets looked fantastic. Our costume designer, Monika Herédi, worked hard to come up with costumes that told the story and gave a nod to the established aesthetics of superhero and villain costumes, while maintaining realism and staying on budget (which was very tight). We wanted the superhero costumes to look like they were put together by our characters, who don’t know how to sew. For instance, the emblems of the “A” for Astral and the “T” for Timeless were just made with white tape on the character’s jackets. I feel that’s how real kids with superpowers would put together their costumes. It actually kind of bugs me sometimes how superhero costumes always look like they are made by the world’s most talented design people, though the superhero characters in the story don’t actually know the first thing about making a costume. I realize it’s all fantasy in the end, but I really like how our DIY costumes turned out. The story is set on Halloween night, so we had fun with the party scene decor and with the villains’ Halloween costumes, which helped imbue the film with the possibility of magic.

Our VFX artist, Andrew Gene, spent months creating the visual effects in the film, and it was thrilling to see them come together and really elevated the story. He chose fiery purple for the astral writing, and though we tried other colours, we kept coming back to it. Finally, the colourist, Lyne Lepage from Rodeo FX, created two distinct worlds in the story: the regular world and the astral plane world. We kept warm colours in the real world and pulled them out on the astral plane, making it desaturated and cooler. The exception to that astral look were our superheroes, who kept their colour. The idea was that they belong in that world, while everything else is frozen in time and space and is a ghost or shadow of themselves.

Your actors are also excellent – how did you find them? What was important to you when choosing the actors?

On their behalf, thank you. At its heart, “Moment” is a story about emotionally wounded people who are dangerously out of their comfort zones and are searching for courage they’re not sure they have, so I was really looking for actors who could portray that in a truthful way. Our casting director, Cat Lemieux, is an actress herself, and she was integral to finding the right people. Emelia Hellman, who plays Charli, came in on our first day of auditions, and she really went for it and blew us away. Holly and I were like, wow, she’s great… but we couldn’t possibly have just found our lead on our first day, right? Usually, it’s a long search for the right person. So we kept auditioning… and we kept going back to Emelia. She had it right from that first day. There’s a smaller pool of English-speaking actors in Montreal than there is in other Canadian cities, and since we wanted to cast people of colour for the hero roles, it took longer to find Patrick Abellard and Dayane Ntibarikure for Astral and Timeless. When Patrick finally auditioned for us, I felt a huge weight lift from my shoulders, because he just has that magic. His performance was effortless, genuine and likeable, and his vulnerability really elevated that character. Dayane was recommended to me by our casting director, and I cast her after watching her in a short film and then talking with her on the phone for an hour. She has the perfect energy for the role and I didn’t even audition for her. She really brought a caring and depth to Sandy/Timeless that was only hinted at in the script. I’ve known Susan Glover, who plays Charli’s mom, for a long time, though we had never worked together before, and she really brought such heart and heartbreak to that role, which is incredible when you think about it, since she’s not on screen for very long. We found all our talented actors through auditioning, except for Mark Camacho, who starred in my short film, The Ecstasy Note, and has a cameo role as the policeman in “Moment“. I’m so proud of them all.

Could you imagine making a feature film about this world and its characters?

Definitely. It’s such fertile ground for good stories, and I always planned to expand and develop “Moment” into a larger story, either a feature or a TV series. There has already been some interest from producers in optioning it as a series, which would be pretty amazing. There are so many time-stopped moments to explore and so much to discover about these characters and their powers.

Can you tell me a bit more about yourself and your film career at the end?

I grew up in a suburb of Montreal, Canada, and when I was younger I wanted to be a marine biologist specializing in sharks. Unfortunately, all the attack stories in my shark books scared me off of that idea. While growing up, my parents often read books to my brother, sister and I, and movie nights in the city were always a popular event in our house. I slowly fell in love with storytelling, though I didn’t realize it at the time. Our mother had cancer off and on during our childhood, and since our parents couldn’t express negative emotions well, I think us kids turned to storytelling as a way to process our stress. I graduated college with a Liberal Arts degree and took two years off to snowboard, eventually becoming sponsored by Burton snowboards and briefly going pro. When my mother passed away just after my 21st birthday, I decided to study film in Concordia University’s Communication Studies program. In fact, all the Uloth kids eventually became filmmakers. After graduation, I made several short films that did well and wrote a pile of screenplays while working in various positions on film sets to pay the bills. I had a grip on Martin Scorsese’s The Aviator for a summer, which was a lot of fun. In 2013 I wrote the first draft of what would eventually become “Moment“. While I was rewriting it and trying to get production financing together, I got my first job directing television, co-creating the adventure show Chasing Monsters with the show’s host and producer, Cyril Chauquet. It was a fun (and intense) first TV experience, which brought me full circle when I finally got to hang out with real marine biologists and even swim with sharks during filming. We filmed Moment in October/November of 2017 and finally finished it in 2019. It’s done very well since then, winning over 30 awards, which has been a nice surprise for everyone. After all that hard work, it’s nice to know that the film is connecting emotionally with audiences.

Would you like to tell me something about your current projects?

I’m working on several projects at the moment. I’m rewriting a psychological thriller feature screenplay called Carbon, which is about a grieving businessman who hires a ruthless criminal company to clone himself. I’m currently in post-production on a new big-fish adventure series for the Discovery Channel called Last Of The Giants, for which I’m co-writer and director, editor and on-camera personality. It comes out in the fall, 2021. If you want to see me barf my breakfast over the side of a boat at sea, you should definitely tune in. Finally, I’m developing “Moment” into a longer story, which I’m pretty excited about.

Questions asked by Doreen Matthei

Read on the german review of the shortfilm “Moment

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