20. Darßer NaturfilmFestival 2024

Doreen Kaltenecker
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1.-6. Oktober 2024 / Wieck, Prerow, Born, Zingst, Ahrenshoop und Stralsund

Festivalplakat mit dem Tier des Jahres 2024

Festivalbericht: Bereits zum 20. Mal fand auf der Halbinsel Darß das Darßer NaturfilmFestival statt. An sechs Spielstätten über einige Ortschaften verteilt konnte man eine Woche lang eine breite Auswahl an Lang- und Kurzfilmen sehen. Für alle, die nicht wie die Kraniche, welche jedes Jahr zu dieser Zeit zur Halbinsel fliegen, vor Ort kommen konnten, gab es ein Online-Angebot mit allen Wettbewerbsfilmen und einer kleinen Auswahl an Kurzfilmen. Darunter waren Animationsfilme wie „The Waiting“ von Volker Schlecht und Dokumentationen mit verschiedenen erzählerischen Ansätzen wie „Sirens“, „Pepe taucht ab“ und „Sandflug„.

Poster des Films „Vietnams geheimnisvoller Norden – Im Reich der Bergwälder“

Unter den Langfilmen, die nie länger als eine Stunde waren, wurden in diesem Jahr sieben Preise vergeben. Als Bester Film: Wildnis Natur wurde „Die geheime Welt der Tiere – Zwischen Wasser und Wald“ von Axel Gebauer ausgezeichnet. Dieser stellte 150 Kameras in der Lausitz auf, einer Landschaft, die geprägt wurde vom Tagebau und jetzt viele Seen besitzt. Über vier Jahre lang zeichneten er dort die Tieraktivitiäten auf und begeisterte nun die Zuschauer:innen mit fantastischen und auch überraschenden Aufnahmen. Auch „Vietnams geheimnisvoller Norden – Im Reich der Bergwälder“ (Regie: Johannes Berger, Heike Grebe, Stephan Krasser, Michael Riegler), der den Jurypreis für herausragende Leistungen: Kamera erhielt, konzentriert sich ganz auf seine tierischen Helden. Die Bergwelt im Norden Vietnams ist ein unberührtes Stück Natur, in der viele bedrohte oder nur dort vorkommende Tierarten leben. Zurecht wurde hier die Kameraarbeit (Kamera: Johannes Berger, Stephan Krasser, Michael Riegler) geehrt, denn die Aufnahmen sind beeindruckend und entzückend zugleich.

Poster des Films „Bärenalarm in Transsilvanien“

Gleich zwei Preise (Bester Film: Mensch und Natur und den Preis der Kinder- und Jugendjury) gewann der Film „Bärenalarm in Transsilvanien“ (Regie: Boas Schwarz), der zwar auch Tiere in das Zentrum stellt, aber sie hier nicht nur in ihrem natürlichen Umfeld einfängt, sondern zeigt dass der sorglose Mensch mit seinen Angewohnheiten diese Tiere in die Städte gelockt hat und dann nicht damit umgehen kann. Der Jurypreis für herausragende Leistungen: Vermittlung ökologischer Zusammenhänge ging an den Florians Guthknechts „Wunderwelt Seegraswiesen – Klimaretter, Kinderstube, Küstenschutz“, der im sachlichen Dokumentarfilmstil die Bedeutung dieser Wiesen herausstellt.

Poster des Films „Bartgeier – Die Knochenfresser kommen“

Der Publikumspreis ging an die deutsche Dokumentation „Bartgeier – Die Knochenfresser kommen“ von Bernhard Rübe. Mit beeindruckenden Aufnahmen dieser Geierart, die sich als einzige von Knochen ernähren kann, wird hier von den Ansiedlungsbestrebungen in den Hochgebirgen Europas erzählt.

Poster des Films „Ungezähmt – Im Fluss des Lebens“

Fazit: Die 20. Ausgabe des Darßer NaturfilmFestivals präsentierte eine Vielzahl an Dokumentationen, die sich rund um Fauna und Flora drehen. Dabei konzentrierte sich das Festival in seinem Wettbewerb auf Produktionen mit einer Länge von einer Stunde, die vor allem fürs Fernsehen und nicht für Kinos produziert wurden. Viele Produktionen hatten so einen Off-Kommentar, eine klassische Interview-Struktur, ein wenig Überdramatisierung aber auch fantastische Aufnahmen gemein, so dass man auch aus jeder Sichtung etwas zum Nachdenken und neues Wissen mitnahm. 

weitere Preise
Jurypreis für herausragende Leistungen: Filmmusik
Ungezähmt – Im Fluss des Lebens“ von Uwe Müller

Trailer des 20. Darßer NaturfilmFestival 2024:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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