„Imago“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Filmkritik: Der spanische Kurzfilm „Imago“ von Rafa Dengra Oliver, der im Genre-Programm des 26. Landshuter Kurzfilmfestivals 2026 zu sehen war, ist das Proof-of-Concept für einen Langfilm, der es schafft, in der Kürze der Laufzeit enormen Grusel zu verbreiten.

Die beiden Schwestern Lidia (Mayka Dengrá) und Marta (Laura P. Gracia) sitzen nach dem Essen noch zusammen, als Lidia ihrer Schwester eine Geschichte erzählen will. Doch möglicherweise ist diese zu unheimlich, um gehört zu werden.

Das 11-minütige Kammerspiel mit nur drei Personen von Rafa Dengra Oliver, für das er zusammen mit Laura P. Gracia, das Drehbuch geschrieben hat, erzielt in der Kürze der Zeit mit wenigen Effekten und vor allem mit einem starken Schauspiel eine enorme Anspannung. Wie die Figuren selbst, will das Publikum die Gefahr anfänglich nicht wahrhaben. Ist es nur ein Spiel oder steckt mehr dahinter? Bis zur Auflösung am Ende hält der Kurzfilm die Spannung hoch. Inszeniert mit reduzierten Elementen, auch einer gewissen Ernsthaftigkeit sowie dem starken Schauspiel der beiden Hauptdarstellerinnen Mayka Dengrá und Laura P. Gracia, fesselt der Film bis zur letzten Minute und macht neugierig auf den Spielfilm, für den der Kurzfilm ein Proof-of-Concept ist und an dem der Regisseur seit vielen Jahren arbeitet. 

Fazit: „Imago“ von Rafa Dengra Oliver ist ein gelungener Kurzfilm, der beweist, dass ein gelungenes Spiel, ein gut geschriebenes Drehbuch sowie effektiv eingesetzte Effekte für gelungene Horrorunterhaltung sorgen können. 

Bewertung: 3,5/5

Trailer zum Kurzfilm „Imago“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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