“Hänsel” (2015)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2015

© Julie Gaston

© Julie Gaston

Filmkritik: Der Genrefilm wird schon seit jeher dafür benutzt, versteckte Botschaften zu transportieren. In der Literatur besitzen alle Märchen ebenfalls diesen innewohnenden Charakterzug. Die Regisseurin Julie Gaston kombiniert in ihrem Kurzfilm “Hänsel” beide Gattungen und will damit aufklären.

Die Geschichte von Hänsel und Gretel ist bekannt. Auch Gaston hält sich klassisch an die Vorlage und konzentriert ihren Blick auf Hänsel. Hinzu fügt sie eine Gegenwartsgeschichte in der ein kleiner Junge das Märchen liest und sich in Hänsel und seine Situation hineinversetzt.

Worauf die Regisseurin und Drehbuchschreiberin hinaus will, lässt sich erst nach und nach erahnen. Nur allein die Kooperation mit dem Verein “Finger weg von unseren Kindern e.V.” lässt einen Verdacht aufkommen. Der Kurzfilm ist ein Aufklärungsfilm über den sexuellen Missbrauch an Kindern. Dieser soll dann in Schulen in einem didaktischen Rahmen zum Einsatz kommen. In diesem Sinne ist der Film gut gemacht, wenn auch die Spannung durch die allzu sehr bekannte Geschichte etwas leidet. Störend ist vor allem aber der Look des FIlms. Die Videokamera-Optik und die recht künstlich ausstaffierten Bilder sprechen den Betrachter, der einen gepflegten Genrefilm erwartet, nicht unbedingt an. Aber unter den Beiträgen der Genrenale5 sticht “Hänsel” definitiv mit seinem besonderen Thema heraus. So ist “Hänsel” ein guter Lehrfilm, wenn auch kein spannendes Genrekino.

Bewertung: 6/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle:

  • Genrenale5 – Programmheft

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