“Vesper” (2017)

Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2017

Plakat zum Kurzfilm  "Vesper"Filmkritik: Der 1998 geborene Keyvan Sheikhalishahi hat bereits mit 16 Jahren seinen ersten Kurzfilm “Turba” (2014) herausgebracht. Auch in seinem zweiten Kurzfilm “Vesper” ist er nicht nur Produzent, Regisseur und Autor, sondern spielt auch eine der drei Hauptrollen.

Marge Ofenbey (Agnès Godey) lebt in ständiger Angst und will ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie will vor ihrem gefährlichen Ehemann Walter (Götz Otto) fliehen und bittet daher ihren Neffen Christian (Keyvan Sheikhalishahi) um HIlfe. Doch dieser bemerkt schnell, dass da noch mehr dahinter steckt.

Der französische Kurzfilm entfaltet in seinen 23 Minuten eine mysteriöse Stimmung. Dabei arbeitet der Regisseur und Autor Sheikhalishahi mit bekannten Versatzstücken und setzt sie zu einer neuen Geschichte zusammen. Im Vordergrund steht das Spiel mit Realität und Einbildungen. Leider macht es sich der Film dabei zu einfach und lässt absichtlich ein offenes Ende, das nicht alles zur Genüge erklärt. Leider hinterlässt dies bei den Zuschauern ein unbefriedigendes Gefühl, da die roten Fäden nicht zusammengeführt worden. Formal gesehen ist der zweite Kurzfilm des Regisseurs eine Fingerübung, die mit einer schlichten Bildsprache und einer noch zu wackeligen Kamera daher kommt. Im Gesamten merkt man dem Kurzfilm “Vesper” an, dass die filmische Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, aber andererseits kann man erkennen, dass die Reise des Regisseurs sich in eine spannende Richtung entwickelt.

Bewertung: 5,5/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Ein Gedanke zu ““Vesper” (2017)

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