“Speechless” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

Filmkritik: Zum festen Programm des Landshuter Kurzfilmfestival gehört die Sprungbrettreihe, welche jedes Jahr von SchülerInnen der Landshuter Gymnasien zusammengestellt und moderiert wird. Auch im Jahr 2017 waren diese Veranstaltungen sehr gut besucht und lieferten abwechslungsreiche Unterhaltung und gleichzeitig ein gutes Bild, was die deutsche Jugend so bewegt. Im zweiten Block sprang nicht der Gewinner der Reihe, “Voicemail” (2016), besonders ins Auge, sondern der deutsche Kurzfilm “Speechless”.

Ein kleiner Junge (Noah Papadimitriou) läuft orientierungslos durch ein Spielzeuggeschäft. Alle anderen Menschen sprechen ein seltsames Kauderwelsch, so dass er nicht um Hilfe bitten kann. Nur eine Mutter (Heike Makatsch) nimmt sich seiner an und sie finden einen Weg der Verständigung.

Der siebenminütige Kurzfilm “Speechless” ist bereits die zweite Arbeit des deutschen Filmemachers Robin Polák (*1978), bei der er Regie führte und das Drehbuch schrieb. Der Kurzfilm, der auch schon auf mehreren Festivals ausgezeichnet wurde, wählt den Blickpunkt eines kleinen Jungen, um die Flüchtlingsthematik neu zu beleuchten. Dadurch erzeugt er mit einfachen Mitteln eine große Wirkung. Anfänglich ist der Zuschauer über das sprachliche Kauderwelsch verwundert und am Ende des Films berührt von seiner warmherzigen Botschaft und dem liebevollen Blick. Zudem ist der Kurzfilm handwerklich gut gemacht und transportiert seine Botschaft mit klaren Bildern, ist dabei aber niemals aufdringlich moralisch. Das ergibt ein stimmiges Werk mit Gefühl, Botschaft und Handwerkskunst.

Bewertung: 7,5/10

Der Teaser zum Kurzfilm „Speechless“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: 18. Landshuter Kurzfilmfest 2017 – Katalog

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