“The Babysitter Murders” (2015)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2015

Poster zum Kurzfilm "The Babysitter Murders"Filmkritik: In der ‘Shock Block’-Reihe des 18. Landshuter Kurzfilmfestival 2017 lief der amerikanische Kurzfilm “The Babysitter Murders” von Ryan Spindell. Dieser ist überraschend neu und klassisch zugleich.

Während der kleine Logan (Bradley Bundlie) oben schläft, schaut die Babysitterin (Caitlin Custer) in einer stürmischen Nacht einen Horrorfilm, um die Zeit vergehen zu lassen. Doch nachdem es in den Nachrichten heißt, dass ein Psychopath aus der Klinik ausgebrochen ist und ein verwirrter Mann (Ben Hethcoat) bei ihr in der Küche auftaucht, scheint die Sache klar zu sein und sie beginnt sich zu verteidigen.

Auf dem ersten Blick erzählt der Film eine typische Geschichte. Unverkennbar ist dabei die Vorliebe Ryan Spindells für klassische Horrorfilme der 80er Jahre. So ist nicht von ungefähr der Titel selbst schon eine Hommage, indem es sich hierbei um den früheren Arbeitstitel des Genre-Klassikers “Halloween” von John Carpenter handelt. Spindell erzählt eine Geschichte, die jedem bekannt vorkommt, macht es aber so geschickt, dass der Zuschauer trotzdem in ihren Bann gezogen wird und dann, wenn es gar nicht mehr nötig erscheint, steigert er das Filmerlebnis durch konsequente Entwicklungen und rundet das Ganze ab. Der Kurzfilm “The Babysitter Murders” ist der erste Teil des geplanten Films “The Mortuary Collection” mit vier Geschichten, welche komplett durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert werden soll. Der Auftakt ist wahrlich gelungen. Dabei überzeugt nicht nur die Geschichte des über 20-minütigen Films, sondern auch seine Ausgestaltung. Durch zeitlose Ausstattungselemente referenziert der FIlm auf Horrorfilme des letzten Jahrhunderts, ohne dabei altbacken zu wirken. Hinzu kommt die hervorragende Wahl der Schauspieler, vor allem Caitlin Custer, und die hervorragenden, handwerklich überzeugenden Spezial- und Gore-Effekte. Scheinbar frei von CGI wird der Kampf nicht nur optisch überzeugend geführt, sondern ist auch mit überraschend kreativen Kampfmethoden gespickt. Zusammen genommen macht das “The Babysitter Murders” zu einem überzeugenden, stimmigen Kurzfilm, der große Lust auf mehr macht, so dass man gespannt sein kann, ob das ganze Projekt für die großen Leinwände verwirklicht wird.

Bewertung: 8/10

Der Trailer zum Kurzfilm “The Babysitter Murders”:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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