„It’s going to be beautiful“ (2018)

Kurzfilm / Mexiko, USA / Dokumentarfilm / 2018

Filmkritik: Auf dem 61. DOK Leipzig feierte der nach einem Trump-Zitat benannte Kurzfilm „It’s going to be beautiful“ von Luis Gutiérrez Arias und John Henry Theisen seine internationale Premiere. Der Dokumentarfilm braucht keine Off-Kommentare oder weitere Erklärungen, um die Abstrusität des Unterfangens deutlich zu machen.

An der Grenze zwischen Mexiko und USA stehen acht Prototypen für die Mauer, welche gebaut werden soll. Um die Beste auszuwählen, muss sie natürlich getestet werden. So versuchen die Grenzschutzbeamten diese auf diverse Arten zu überwinden.

Der nur neun-minütige Kurzfilm der beiden amerikanischen Filmemacher Luis Gutiérrez Arias und John Henry Theisen fängt das Geschehen von Weitem ein. Sie geben dabei ohne Kommentare oder weitere zusätzliche Erzählstränge die Geschehnisse an den Prototypen wieder. Irgendwelche Zusätze sind dabei auch gar nicht von Nöten, wenn man das Unterfangen und die Monstrosität betrachtet. Wenn man dazu noch weiß, was dahinter steht, welche unmenschliche Politik sich darin verbirgt und man vielleicht sogar die passende Rede von Trump dazu im Kopf hat, erkennt man die Lächerlichkeit des Unterfangens ebenso. Dieser Film wird nichts verändern, aber er entlarvt ungeschönt die Veränderungen, welche Donald Trump dem Land antun will. So unaufdringlich und höchst politisch zugleich ist ein Film selten.

Fazit: Luis Gutiérrez Arias und John Henry Theisens Kurzfilm „It’s going to be beautiful“ ist ein kritischer Dokumentarfilm, der nicht viel braucht, um Trumps Mauerbau als lächerlich zu entlarven. Er verpackt die Geschehnisse ohne zusätzliche Informationen und lässt die fast spontan wirkenden Aufnahmen auf die Zuschauer wirken. So besitzt der Film wenig Tamtam aber dafür eine umso stärkere Botschaft.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Film „It’s going to be beautiful“

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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