„KIDS“ (2019)

Kurzfilm / Schweiz / Animation / 2019

Filmkritik: Auf dem 30. Filmfest Dresden präsentierte Michael Frei seinen neuesten Kurzfilm „Kids“, sein drittes Werk nach „Not about Us“ (2011)  und „Plug & Play“ (2013). Diesmal hat er nicht nur den Kurzfilm realisiert, sondern auch gleichzeitig eine Kunstinstallation im Museum for Digital Art (MuDA) in Zürich und das passende Videospiel „KIDS“.

Die Masse bestimmt die Laufrichtung und steuert dabei auch mal auf den Abgrund zu. 

Michael Frei (*1987) beschäftigt sich in seinem neun-minütigen Animationsfilm mit der Bewegung von Gruppen, wie dabei Entscheidungen getroffen werden und welche Rolle das Individuum dabei spielt. Dafür wählt er einen spielerischen statt einen sachlichen Umgang. Wenn man „KIDS“ das erste Mal sieht, ist es vor allem unterhaltsam. Der Schwarz-Weiß-Stil ist sehr gefällig und die Ideen sind kreativ. Die geschaffenen Männchen sind durch ihre Proportionen und Bewegungsabläufe goldig und die Soundkulisse unterstützt den Film wunderbar. Dabei erzählt er keine geradlinige Geschichte, sondern fängt das Geschehen in einzelnen Szenen ein. Zusammen ergeben sie ein klares Bild und vermitteln die Botschaft, ohne dabei besonders moralisierend zu sein. Man sieht dem Kurzfilm die Lust an, auf andere Art und Weise die Geschichten zu erzählen und auch hier eignet es sich wieder bestens für die Umsetzung als innovatives Point-and-Click. 

Fazit: Der schweizer Kurzfilm „KIDS“ von Michael Frei ist ein kreativer Animationsfilm, der sich mit Gruppendynamik beschäftigt. Er setzt ihn in seinem mittlerweile etablierten Schwarz-Weiß-Stil um, der es schafft Botschaft und Humor wunderbar zu transportieren, und somit die Zuschauer gelungen zu unterhalten.           

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „KIDS“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

4 Gedanken zu “„KIDS“ (2019)

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