„Drop Out Bodies“ (2017)

Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2017

Filmkritik: Der Experimental-Kurzfilm „Drop Out Bodies“ von Ludivine Large-Bessette, gesehen auf den 25. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg, ist ein durchchoreographierter, filmischer Tanz mit der Kamera.

In einem Wohngebiet steht eine Gruppe von Männern und Frauen in Schweigen gehüllt beisammen. Doch etwas kommt in Bewegung und nach und nach verlieren immer mehr den Halt. 

Die Künstlerin und Filmemacherin Ludivine Large-Bessette, geboren in Frankreich, erzählt in ihrem neuesten Film „Drop Out Bodies“ (was so viel bedeutet, wie „Loslassen des Körpers“) eine Version des mittelalterlichen Totentanz-Motivs. In einer einfachen Umgebung, die das Normale unterstreicht, performen ihre Tänzer und Tänzerinnen, 42 an der Zahl, meist professionell, einen Tanz, der eine Mischung aus Bewegung und Umfallen darstellt. Mit einer immer schnelleren Kamerabewegung, wobei diese sich im Zentrum befindet und in der Kreisbewegung die Protagonisten einfängt, zieht die Spannung an. Das Mysterium der Vorgänge und der Kontrast zu der Normalität der scheinbar gewöhnlichen Bewohner einer Siedlung zieht den Betrachter in den Bann. Ohne Interpretationshilfe und mit einer starken, eindringlichen Performance wird hier eine Situation und ein Mysterium eingefangen und eine experimentelle Darstellung mit hervorragender Performance gewagt.

Fazit: Der durchchoreographierte Tanz-Experimentalfilm „Drop Out Bodies“ von Ludivine Large-Bessette ist ohne Musik eine künstlerische, tänzerische Neuinterpretation des Totentanzes. Beim Betrachter wird durch Ungewissheit Spannung hervorgerufen und die überzeugende Performance mit unbekanntem Ausgang fesselt ihn an den Film.

Bewertung: 7/10

Den kompletten Kurzfilm „Drop Out Bodies“ anschauen:

 

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

2 Gedanken zu “„Drop Out Bodies“ (2017)

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