„La Boya“ (2009)

Kurzfilm / Spanien / Fiktion / 2009

Filmkritik: Der spanische Kurzfilm „La Boya“ gehört mittlerweile zu den Klassikern der internationalen Horror Shorts. Daher bekommt man ihn auch von Zeit zu Zeit mal wieder auf Festivals u.a. den 28. Bamberger Kurzfilmtagen zu sehen. 

Ein Mann schwimmt hinaus auf Meer und versuchte die nächste Boje zu erreichen. Doch auf einmal verliert er seine Orientierung.

„La Boya“, was übersetzt ganz einfach „Boje“ bedeutet, spielt mit den Ur-Ängsten der Menschen: Die Weite und Tiefe des Meeres stehen für eine Naturgewalt, der man als einzelner Mensch nicht gewachsen ist. Verloren sein im Meer, gehört wohl zu den klassischen Horrorszenarien und wurde schon von vielen Filmemachern als Grundlage für ihre Filme genommen. Dieses Gefühl des Unbehagens, zudem eine Kamera die nah am Protagonisten bleibt und dem Zuschauer damit nicht die Möglichkeit verwehrt, sich einen Überblick zu verschaffen, steigert die Spannung ins Unermessliche. Mehr braucht der 1971 in Zaragosa geborene Filmemacher Mariano Salvador, der hier Regie führte und das Drehbuch schrieb, nicht, um einen packenden Horror-Short zu kreieren. Denn die meiste Zeit sieht man nur den Schwimmer und das Wasser. Im Gesamten ist „La Boya“ zu Recht ein bekannter Horror Short, der mit wenigen Mitteln viel Spannung erzeugt und bis zur letzten Minute fesselt.

Fazit: Mariano Salvadors „La Boya“ begleitet einen unbedarften Schwimmer auf das Meer hinaus. Der Orientierungsverlust spielt wunderbar mit einer Ur-Angst der Menschen und schafft es so mit wenigen Mitteln u.a. eine stark an den Protagonisten gebundene Kameraführung, intensive Spannung zu erzeugen und hervorragend zu unterhalten.

Bewertung: 7,5/10

Den Kurzfilm „La Boya“ gibt es glücklicherweise auch online (ohne Dialoge):

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: 

  • 28. Bamberger Kurzfilmtage 2019 – Katalog (Programm ‚Nacht des Horrorfilms‘)
  • Eintrag des Kurzfilms „La Boya“ beim Festival Promofest

 

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