„Erpel liebt Ente“ von René Gouichoux (2017)

32 Seiten / ab 3 Jahren / Magellan-Verlag / 9,95 €

Buchkritik: Schon der Titel des Kinderbuches „Erpel liebt Ente“ (OT: „C’est un secret!“) des Autors René Gouichoux und des Illustrators Marc Boutavant verrät das große Geheimnis des Buches. Auf poetische Weise wird hier von der ersten Verliebtheit erzählt.

Erpel liebt Ente, das darf aber keiner wissen. Aber Erpel muss es einfach jemandem erzählen und so erfährt seine Freundin Gans davon, die kann es aber auch nicht für sich behalten.

In dem kleinformatigen, 32-seitigen Kinderbuch erzählt der französische Kinderbuchautor René Gouichoux (*1950) die Geschichte von den ersten Schmetterlingen im Bauch. Kindgerecht wird das Gefühl der ersten Schwärmerei vermittelt und wie es förmlich aus einem herausplatzen mag. Auch fängt das Buch gut die anfängliche Scham und das Ungewisse mit ein. Aber natürlich endet das Kinderbuch mit einem Happy End und erwärmt mit seiner Geschichte die Herzen von Groß und Klein. Der Illustrator Marc Boutavant (*1970) liefert dafür die richtigen Bilder. Fantasiereich, detailliert und mit kleinen Zusatzgeschichten versehen, fangen diese in recht pastelligen Tönen die Geschichte ein. Zur Identifikation wurden anthropomorphe Züge verwendet, welche man vor allem in der Mimik erkennt. Das bunte Treiben in dem wunderbaren Winterwald, wo anscheinend gerade Weihnachten eingekehrt ist, ist herrlich eingefangen und lädt zum Entdecken ein. Die Bilder in fast kitschigen Farben zusammen mit der Geschichte samt romantischen Gehalt entfalten ihre eigene Poesie und so überwiegt hier nicht die Moral oder der Humor, sondern das Gefühl.

Fazit: Das französische Kinderbuch „Erpel liebt Ente“ von Rene Gouichoux ist eine kindgerechte, traumhafte Bebilderung der ersten Liebe. Der Text und die Illustrationen von Marc Boutavant harmonieren wunderbar miteinander und machen das Gefühl mit all seinen Höhen und Tiefen der ersten Liebe begreifbar. Das ist entzückend für Groß und Klein. 

Bewertung: 4/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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