„Sunflower“ (2018)

Kurzfilm / Kirgisistan  / Dokumentation / 2018

Kerimbei

Filmkritik: Auf dem 62. DOK Leipzig lief im ‚Internationalen Wettbewerb Kurzfilm‘ die charmante Dokumentation „Sunflower“ (OT: „Kunkarama“), die auf erfrischende Weise einen älteren Kirgisen portraitiert.

Ein Mann lebt seit langem allein in einem Wohnwagen mitten in seinem Sonnenblumenfeld. Er sehnt sich nach einer Beziehung und ist sich sicher, dass das Internet ihm bei der Suche helfen wird.

Der kirgisische Filmemacher Chyngyz Sulumbekov stieß bei der Suche nach einem geeigneten Filmstoff auf Kerimbei, einen allein lebenden älteren Herren, und fand ihn so faszinierend, dass er ihn ins Zentrum seiner Geschichte stellte. In sonnendurchfluteten, authentischen Bildern fängt er das Leben des Mannes und sein Suchen nach Liebe ein. Dabei beobachtet er ihn nicht nur, sondern unterhält sich auch mit ihm.

Regisseur Chyngyz Sulumbekov vom Film „Sunflower“

Mit viel Humor, auch teilweise auf seine Kosten, dank ein paar schräger Einstellungen, erfahren wir mehr von seiner Partnersuche. Sein Weltbild präsentiert er dabei ganz wie nebenbei. Der 25-minütige „Sunflower“ ist kein allgemeingültiges Portrait eines Landes oder eines bestimmten Schlags Mensch, sondern ganz speziell über einen Mann, das den Zuschauer wunderbar unterhält und amüsiert und das sich trotzdem nicht über ihn lustig macht.

Fazit: Als der Filmemacher Chyngyz Sulumbekov auf Kerimbei stieß, musste er ihn einfach in der Dokumentation einfangen. Mit viel Humor wohnt er seiner Partnersuche bei und als Zuschauer kann man sich dabei prächtig amüsieren. 

Bewertung: 6,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Sunflower“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

  • 62. DOK Leipzig 2019 – Katalog (Programm ‚Internationaler Wettbewerb Kurzfilm,‘)  
  • Eintrag des Kurzfilms „Sunflower“ beim Portal Film Documentaire

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