„Under the Rib Cage“ (2018)

Kurzfilm / Belgien, Frankreich / Animation / 2018

Filmkritik: Auf der 31. Filmfest Dresden konnte man den Kurzfilm „Under the Rib Cage“ (OT: „Sous le cartilage des côtes“) sehen, in dem der Regisseur und Animationskünstler Bruno Tondeur auf wunderbare Weise einen Einblick vermittelt, wie es sich anfühlt, ein Hypochonder zu sein.

Das Leben eines Mannes wird ständig von der Angst überschattet, dass er an einer tödlichen Krankheit sterben wird. Diese Furcht ist bald sein ständiger Begleiter und lässt ihn nicht mehr los. Da hilft es auch nicht, dass das Internet ihn in seinen Ängsten bestärkt.

In verschiedenen Animationstechniken, vor allem in 2D-Animationen fängt der belgische Filmemacher und Illustrator Bruno Tondeur, der seinen Master in Animation an der Nationalen Kunsthochschule in La Cambre gemacht hat, das von Sorgen geplagte Leben des Mannes ein, der nicht aufhören kann, an die Krankheiten zu denken, die er vielleicht haben könnte. Dafür findet er die richtigen Bilder, in dem er ihm einen imaginären Kameraden, der alles Schlechte verkörpert und den Schalk im Nacken sitzen hat, zur Seite stellt. Tondeur findet in seinem 13-minütigen Kurzfilm, dessen Titel so viel bedeutet wie „Unter dem Brustkorb“, eine Art und Weise, wie man Hypochondrie verbildlichen kann und für das Leben mit dieser psychischen Störung sensibilisieren kann. Doch dies passiert nicht mit einem didaktischen Zeigefinger, sondern mit dem Gespür für die richtigen Bilder, welche durch eine starke Farbsprache verstärkt werden. Im Gesamten liefert Bruno Tondeur mit seinem zweiten Kurzfilm einen gelungenen Animationsfilm über das Leiden eines Hypochonders. 

Fazit: Der Filmemacher Bruno Tondeur findet in seinem Kurzfilm „Under the Rib Cage“ die richtige Erzählweise, um die Paranoia eines Hypochonders einzufangen. Dabei überzeugt er mit einer starken Metapher und einer gelungenen Bildsprache.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Under the Rib Cage“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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