„Exam“ (2019)

Kurzfilm / Iran / Fiktion / 2019

Filmkritik: In ihrem Kurzfilm „Exam“ (OT: „Emtehan“), gesehen im ‚Internationalen Wettbewerb‘ des 32. Filmfest Dresden, berichtet die Filmemacherin Sonia Hadad von eigenen Erfahrungen und einer wahren Geschichte aus ihrem Heimatland Iran. 

Vor einem wichtigen Test wird ein Mädchen (Sadaf Asgari) von ihrem Vater (Masih Kazemi) noch beauftragt ein Päckchen wegzubringen. Doch die Zeit ist zu knapp und so geht sie damit zur Schule.

Die iranische Filmemacherin Sonia Hadad (*1989), welche zusammen mit Samadi Farnoosh das Drehbuch zu ihrem 15-minütigen Kurzfilm geschrieben hat, baut in ihre Geschichte eigene Erfahrung aus der Schulzeit mit ein und verbindet sie mit einer wahren Begebenheit. Dabei schafft sie es in kurzer Zeit das autoritäre Schulsystem und die spannungsgeladene Geschichte der unfreiwilligen Drogenkurierin einzufangen. Sie besticht dabei mit einer klaren, fest in der

Sadaf Asgari

Realität verankerten Bildsprache und Inszenierung sowie der Jungdarstellerin Sadaf Asgari, welche ihre Figur wunderbar zwischen Schuldbewusstsein und dem ausgesetzten Druck der Familie einfängt. Mit einem auf einen klaren Höhepunkt hin laufenden Erzählstrang liefert der Kurzfilm absolute Spannung, so schafft es der Film nicht nur fest in der Realität verankert zu bleiben, sondern man schlägt sich sofort auf die Seite des Mädchens und fiebert mit ihr auf den Ausgang der Ereignisse hin.

Fazit: Der iranische Kurzfilm „Exam“ verbindet Kindheitserinnerungen der Regisseurin Sonia Hadad mit einer wahren Begebenheit. Dadurch entstand ein realitätsnaher und spannender Film, der es schafft die ZuschauerInnen zu fesseln.

Bewertung: 7/10

Trailer zum Kurzfilm „Exam“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.