„City Paradise“ (2004)

Kurzfilm / UK / Animation / 2004

Filmkritik: Der bereits 2004 erschienene, online ansehbare Kurzfilm „City Paradise“, der in der Sonderreihe ‚Re-Visionen‘ auf dem 63. DOK Leipzig lief, überzeugt als malerisches Portrait einer jungen Frau, welche fremd in einer neuen Stadt ist.

Tomoko ist frisch aus Japan in London angekommen. Dort fühlt sie sich wie ein Fisch auf dem Trocknen und weiß nicht, wie sie sich hier neu einleben soll. 

Der Kurzfilm „City Paradise“, der 2005 für einen BAFTA-Award (British Academy of Film and Television Arts Award) als ‚Bester animierter Kurzfilm‘ nominiert war, ist ein gelungenes Portrait eines Menschen, der in einer fremden Stadt ganz neu anfängt. Dabei hält die aus Frankreich stammende Regisseurin Gaëlle Denis, welche auch das Drehbuch geschrieben hat, wunderbar die Stimmung, die Unsicherheit und die tapsigen Anfangsschritte fest. Um das stimmig zu bebildern, entschied sie sich für eine Mixed-Media-Technik, bestehend aus Live-Action-Aufnahmen und Animationen. Dabei sind die Oberkörper der DarstellerInnen auf animierten, gummiartigen Beine arrangiert und die Figuren bewegen sich in einer halb realen, halb animierten Welt. So entstand eine ganz besondere Optik, welche die Aspekte des Fremdseins in einer neuen Umgebung noch unterstützt und das Ganze visuell vergnüglich erzählt. Im Gesamten ist der britische Kurzfilm ein modernes Märchen über einen Neuanfang und hat dafür das richtige visuelle Gewand gefunden.

Fazit: Die Filmemacherin Gaëlle Denis schuf mit „City Paradise“ eine gelungene Geschichte über einen Neuanfang in einer unbekannten Umgebung. Mit einem außergewöhnlichen Look, einem Gespür für die Charaktere und einer fast traumwandlerischen Ausgestaltung zieht einen der Kurzfilm in den Bann. 

Bewertung: 7/10

Ihr habt das Glück, dass ihr den Film auch online sehen könnt (englisch):

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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