„Movements“ (2019)

Kurzfilm / Südkorea / Animation / 2019

Filmkritik: In dem südkoreanischen Kurzfilm „Movements“ von Jeong Dahee, gesehen im ‚Internationalen Wettbewerb‘ des 32. Filmfest Dresden, steht die Bewegung und vor allem ihre Wahrnehmung in Raum und Zeit im Zentrum der Geschichte.

In zehn Minuten kann viel passieren, ein afrikanischer Affenbrotbaum wächst ein Stück und Mensch und Tiere bewegen sich in ihrer Geschwindigkeit fort.

Die südkoreanische Filmemacherin und Künstlerin Jeong Dahee beschäftigt sich in ihrem 10-minütigen Animationsfilm mit Zeit, Raum und Geschwindigkeit. Die Länge ihres Kurzfilms ist dabei genauso ausschlaggebend wie die Geschwindigkeit der Aktionen, welche den gleichen Zeitraum andauern: der schnellste Hund, der 12 km rennen kann, der afrikanische Affenbrotbaum der 0,008 mm wächst und die Erde, welche 18.000 km um die Sonne zurücklegt. Mit solchen Sachen spielt die Filmemacherin und verortet ihren Film dadurch in einem surrealen Setting. Nicht alles was man hier sieht, kann man erklären, aber ein Gefühl und die Stimmung wird wunderbar übertragen. Es ist genauso melancholisch wie humorvoll. Dafür setzte sie in ihren 2D-Animationen, für die sie knapp ein Jahr für die Umsetzung brauchte, eine gelungene Mischung aus farblichen Tableaus zusammen. So entstand ein rundum gelungener, faszinierender Film, der mit Surrealismus, wie mit Wissenschaft gleichermaßen liebäugelt.

Fazit: „Movements“ ist ein Kurzfilm der südkoreanischen Animationskünstlerin Jeong Dahee. Sie spielt in dem zehnminütigen Kurzfilm mit der Bewegung sowie der Geschwindigkeit und taucht dabei in eine surreale Welt ab. Mit außergewöhnlichen Bildern und einer faszinierenden Stimmung kann die Künstlerin die ZuschauerInnen fesseln.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Movements“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

  • 32. Filmfest Dresden 2020 – Katalog (Programm ‚Internationaler Wettbewerb‘)  
  • Eintrag des Kurzfilms „Movements“ auf der Website der Regisseurin Jeong Dahee
  • Eintrag des Kurzfilms „Movements“ beim Festival The Directors’ Fortnight

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