„Scream“ (Staffel 2, 2016)

Serienkritik: Nach der ersten Staffel wird die amerikanische Horror-Serie „Scream“ mit 14 Folgen in einer zweiten Staffel, ebenfalls auf Netflix zu sehen, fortgesetzt. Sie bekommt eine neue Handschrift durch den Wechsel der Serienmacher verpasst, spinnt die Geschichte um den Killer aber weiter und driftet schlussendlich ins Ärgerliche ab.

Nachdem der Lakewood-Mörder, Piper Shaw, gefasst wurde, kehrt Ruhe in der Stadt ein. Jake (Tom Maden) und Brooke (Carlson Young) werden endlich ein Paar. Noah erntet mit seinem Podcast über die Morde viel Ruhm und Audrey (Bex Taylor-Klaus) konnte erfolgreich ihre Verbindung zur Mörderin vertuschen. Doch als Emma (Willa Fitzgerald) aus ihrer Auszeit zurück kommt und zwar warm von ihrer Familie und ihrem Freund Kieran (Amadeus Serafini) empfangen wird, mehren sich auch schnell die Zeichen, dass ein neuer Mörder sein Unwesen treibt und schon wieder die Reihe der jugendlichen Freunde dezimiert.

Die erste Staffel der Horror-Netflix-Serie „Scream“ aus der Hand von Jaime Paglia und Jill Blotevogel besaß noch einen gewissen Charme und versuchte redlich, das Slasher-Genre als Serie zu adaptieren. Doch die Weiterführung der Geschichte rund um die ‚Lakewood Sechs‘, welche jetzt wieder ins Zentrum der Mordserie geraten, ist vor allem ärgerlich. Übernommen wurde die Serie von den beiden neuen Showrunnern Michael Gans und Richard Register, die aus dem Cliffhanger der ersten Staffel nun eine neue Geschichte entspinnen. Mit nur wenig Morden, aber vielen neuen Spuren und ein paar zwielichtigen Charakteren manövriert sich die Geschichte immer weiter ins Abseits. Dabei verlieren viele Figuren an Sympathien und scheinen auch nicht viel aus den Vorfällen der ersten Staffel gelernt zu haben. Die DarstellerInnen spielen ihre Rolle etwas zu übertrieben zwielichtig und in Emmas Fall zu weinerlich. So windet sich die Serie durch die 14 Folgen mehr schlecht als recht durch und überzeugt auf keinen Fall mit der Auflösung und dem ‚Jetzt doch‘-Moment am Ende. Kein Wunder, dass die dritte Staffel nicht in dem Umfang entstand, wie angedacht und bisher auch noch nicht von Netflix ausgestrahlt wurde.

Fazit: In der zweiten Staffel der auf Netflix ausgestrahlten Serie „Scream“, welche nur lose auf Wes Cravens „Scream“ basiert, wird die Geschichte, um den Lakewood-Killer weitergetrieben und ist damit vor allem nervig und überhaupt nicht mehr spannend. Das ewig Zwielichtige aller Personen, die ganzen gesponnenen Fäden und auch die Figurenzeichnungen sind anstrengend und können das Publikum nicht mehr involvieren. Diese Staffel ist ein gutes Beispiel dafür, warum es manchmal gut wäre, nach der erste Staffel aufzuhören.

Bewertung: 2/5

Trailer zur Staffel 2 der Serie „Scream“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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