„Sommerregen“ (2020)

Doreen Kaltenecker

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2020

Filmkritik: Der Animationsfilm „Sommerregen“ von Julia Skala und Oscar Jacobson, der seine Premiere auf dem 42. Filmfestival Max Ophüls Preis 2021 feierte und auch auf anderen Festivals (u.a. den 31. Bamberger Kurzfilmtagen 2021) zu sehen war, erzählt eine Geschichte über die erlösende Wirkung des Weinens.

Eine junge Frau kommt nach einem anstrengenden Tag nach Hause. Während der Regen draußen immer schlimmer wird und auch in ihre Wohnung eindringt, gibt sie sich ihrer Traurigkeit und Erschöpfung hin.

Die beiden Filmemacher:innen Julia Skala und Oscar Jacobson haben sich in ihrem Studium der Animation an der Filmakademie Baden-Württemberg zusammengetan und einen Film über gleich zwei Themen gemacht, das Weinen und den Regen. So entstand ein Film über Traurigkeit und wie erlösend es sein kann, sich dieser auch einmal hinzugeben. Visuell setzen sie die Geschichte sehr ansprechend um. Mit 2D-Animationen, welche einer starken Farbregie folgen, und einer sympathischen Figur, welche von der Sängerin Lou intoniert wurde, findet das Regie-Gespann, welches dem Animationsfilm auch treu bleiben wird, die passende Bildsprache zur ihrer Geschichte. Es entstand ein gelungener Zeichentrick, der ein Gespür für sensible Themen aufweist und neugierig macht auf weitere Arbeiten der beiden.

Fazit: „Sommerregen“ ist ein Animationsfilm von Julia Skala und Oscar Jacobson, die beide an der Filmakademie Baden-Württemberg studieren. Sie schufen eine sanfte Geschichte über Traurigkeit und Regen und erzählen in stimmigen Bildern davon, wie gut es tut, sich auch mal seinen Gefühlen hinzugeben.

Bewertung: 7/10

Den Kurzfilm „Sommerregen“ hier anschauen:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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