„Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten“ (2019)

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ab 10 Jahre / 2-5 Spieler / 20 / Kosmos Spieleverlag / 12,99 €

© Michael Kaltenecker

Spielekritik: Das kooperative Stichspiel „Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten“ von Thomas Sing konnte im Jahr 2020 die Auszeichnung ‚Kennerspiel des Jahres‘ gewinnen und besticht mit einer gelungenen Mischung aus Glück, Taktik und Teamzusammenarbeit.

Zwei bis fünf SpielerInnen treten gemeinsam die Reise zum neunten Planeten an. In 50 Missionen arbeitet man sich zum Ziel vor und muss dabei einige Hürden überwinden. Jede Mission geht mit einem bestimmten Auftrag einher. Das Team geht nun die Aufgaben an und darf so viele Versuche aufwenden bis jede einzelne Mission erledigt ist. So arbeitet man sich nach und nach vor, kommt mal schneller mal langsamer voran und schafft es irgendwann auch noch so kniffligen Missionen zu knacken.

© Michael Kaltenecker

„Die Crew“ ist ein innovatives Kartenspiel, das das Stichprinzip, einer der Klassiker unter den Kartenspielen mit seinen prominenten Vertretern Skat und „Wizard“ (1984), für sich neu beansprucht. Die Regeln gleichen dabei klassischen Stichspielen – wie Farbe bedienen, Einsatz von Jokern etc., doch der Spieledesigner Thomas Sing schafft es, diese in ein gelungenes kooperatives Spiel zu übertragen. Zwei (wobei man dann mit einem fiktiven dritten Mitspieler spielen muss) bis fünf Personen begeben sich auf ein Weltraumabenteuer, bei dem in 50 Einzelmissionen das Spiel beendet werden kann. In jeder Runde bekommt man eine Aufgabe gestellt, wie beispielsweise, dass ein Spieler den ersten und letzten Stich bekommen muss oder die Stiche in einer bestimmten Reihenfolge gewonnen werden müssen. Mit den Runden werden die Ziele immer anspruchsvoller und wenn man dazu noch mit fünf Personen spielt, gestaltet sich manche Runde langwierig. Denn zum einen kann man manche Runden in 10 Minuten absolvieren, aber andere brauche so viele Versuche, dass sie den ganzen Abend füllen. Manche Partien erscheinen schon von Beginn an unmöglich, da die Aufträge ungünstig verteilt sind oder ähnliches. Doch trotzdem bleibt man gerne und mit viel Spaß dabei und spielt sich munter durch die Aufträge. Auch die Gestaltung der Karten, hier finden sich einige mediale Zitate und Anspielungen versteckt, aus der Hand von Marco Armbruster ist gelungen. Nur allein die Qualität der Karten lässt etwas zu wünschen übrig, da sie schon nach kurzer Zeit starke Abnutzungserscheinungen zeigen. Doch im Gesamten bietet „Die Crew“ wunderbaren Kooperations-Spielspaß, so dass man sich freut, dass zwei Jahre später mit „Die Crew – Mission Tiefsee“ auch eine Fortsetzung erschienen ist.

© Michael Kaltenecker

Fazit: Das Kooperationsspiel „Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten“ von Thomas Sing, basierend auf den klassischen Stichprinzip, bietet gelungene Unterhaltung in verschiedenen SpielerInnenkonstellationen und baut eine enorme Sogwirkung mit Wiederholversuchen und weiteren Missionen auf, so dass man das Spiel uneingeschränkt empfehlen kann, vor allem wenn die Möglichkeit hat immer in gleicher SpielerInnen-Zusammensetzung zu spielen.

Bewertung: 5/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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