„Glee“ (Staffel 6, 2018)

Serienkritik: Die sechste und letzte Staffel der amerikanischen High-School-Musical-Serie „Glee“ schafft es nach zwei eher schwachen Staffeln zu ihrer ursprünglichen Kraft zurück, die sich zum Teil auch aus einer gewissen Abstrusität speist, zurückzufinden. So sind die letzten 13 Folgen ein Genuss für alle Fans und ein wunderbarer Abschluss einer Serie, die es in dieser Kombination aus Genres vorher so noch nie gab.

Nachdem ihre Karriere als Fernsehstar schnell scheiterte, kehrt Rachel (Lea Michele) nach Lima zurück und übernimmt, weil sie nichts Besseres weiß, zusammen mit Kurt Hummel (Chris Colfer), der nach der Trennung von Blaine (Darren Criss) in ein Loch fiel, die Leitung des Glee-Clubs. Zusammen mit vielen neuen Talenten und immer wiederkehrenden ehemaligen Mitgliedern bereiten sie sich auf die Sectionals vor, bei denen sie gegen die Warblers, welche mit mittlerweile von Blane geleitet werden, und die Vocal Adrenalins, die Will Schuester (Matthew Morrison) übernahm, antreten müssen.

Matthew Morrison und Jane Lynch

2018 erschien die letzte Staffel der Musical-Highschool-Serie, welche vor sieben Jahren von Ryan Murphy, Brad Falchuk und Ian Brennan ins Leben gerufen wurden. Auch wenn sie zwischendurch immer wieder mal schwächelte, war die Serie etwas Besonderes. Zum einen kombinierte sie klassische Highschool-Themen mit neuen Stoffen und widmete sich so Themen wie Mobbing, Umgang mit Behinderungen und queeren Menschen. Mit einer großartigen Besetzung, zahlreichen Gesangseinlagen, ab und zu einer gut durchchoreographierten Tanznnummer und dem Hang zu Übertreibungen wurde die Serie über sechs Staffeln mit insgesamt 121 Folgen ausgebaut. Die sechste Staffel schafft es nochmal alles Gute der Serie zu vereinen, macht einige ungünstige narrative Schlenker wieder wett und begeistert mit absoluter Fabulierlust, großen Gefühlen und vielen tollen Musiknummern. Auch hier blieb die Mischung aus älteren und neueren Songs bestehen und mit ein paar neuen SängerInnen kommt nochmal neuer Schwung auf. So wurde, abgerundet mit einigen Gastauftritten der früheren Glee-Cluber, und dem Zusammenführen vieler roter Fäden ein schöner Schlusspunkt für die Serie gefunden. Kein Wunder, dass diese Staffel nochmal für ihre Musik bei den Emmys nominiert war. Auf jeden Fall fühlt man sich als Fan perfekt ans Ende gebracht, so dass man mit der richtigen Stimmung sich von der Serie verabschiedet.

Jenna Ushkowitz, Chord Overstreet, Becca Tobin und Amber Riley

Fazit: Die amerikanische Serie „Glee“ erfuhr ihr Ende mit den 13 Folgen der sechsten Staffel. Hier trumpfen die Serienmacher Ryan Murphy, Brad Falchuk und Ian Brennan noch einmal auf, zeigen eine großartige Lust am Fabulieren, führen lose Enden zusammen und schaffen es mit viel Herz und Musik sich von ihren Fans und ZuschauerInnen zu verabschieden.

Bewertung: 5/5

Trailer zur Staffel 6 der Serie „Glee“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

  • Wikipedia-Artikel über die Serie „Glee
  • Wikipedia-Artikel über die sechste Staffel der Serie „Glee“ (englisch)

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