„Ding“ (2021)

Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2021

Filmkritik: Mit „Ding“, der seine deutsche Premiere auf dem 64. DOK Leipzig feierte und noch auf den 32. Bamberger Kurzfilmtagen zu sehen war, schuf der Regisseur Malte Stein ein verstörendes Kleinod, das auf ungewöhnliche Weise innewohnende Ängste einfängt.

Scheu schaut das Ding um die Ecke, nähert sich dem Mann an, der es nicht einzuordnen weiß, und wird ihm dann nicht mehr von der Seite weichen.

Der unabhängige Filmemacher und Animationskünstler Malte Stein (*1981) erzählt in nur vier Minuten mit Hilfe einer Metapher von den inneren Ängsten. Er findet dafür eine gelungenes Bild mit einem Ding, das irgendwie scheußlich und niedlich zugleich ist. Dieses heftet sich an einen Mann und lässt ihn nicht mehr los. Wie soll er nun damit umgehen? Kann er sich davor verstecken oder es abschütteln? In einem gelungenen Animationsstil, der nicht versucht schön zu sein, fängt er seine Geschichte ein, charakterisiert treffend die Figuren und findet auch auf tonaler Ebene den richtigen Zugang zu seiner Geschichte. So entstand im Gesamten ein besonderes Kleinod, das auf den ersten Blick verstörend wirkt, aber auf den zweiten Blick seine klare Botschaft auf gelungene Weise bei den ZuschauerInnen anbringt.

Fazit: Der vierminütige Kurzfilm „Ding“ von Malte Stein ist ein gelungener Animationsfilm, der auf mysteriöse und eindringliche Weise seine Geschichte über ein ungewolltes Ding erzählt und es damit schafft, das Publikum auf optische wie metaphorische Weise zu packen.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Ding“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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