„Regular“ (2022)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / USA / Animation / 2022

Filmkritik: Der Animationsfilm „Regular“ von Nata Metlukh beschäftigt sich mit 2D-Zeichnungen mit den Unregelmäßigkeiten des Lebens und lief im ‚Internationalen Wettbewerb‘ u.a. auf dem 38. Kurzfilm Festival Hamburg 2022, dem 38. Interfilm Festival Berlin 2022 oder dem 35. Filmfest Dresden 2023.

Schriftarten sind die Protagonisten dieser Grafik-Design-Welt und so wie sie beschaffen sind, verändert sich auch ihre Umgebung. Ihre Aufgabe besteht darin, einen Garten zu bauen.

Die ukrainische Animationskünstlerin Nata Metlukh, der wir schon den amüsanten Kurzfilm „Awkward“ (2020) verdanken, schuf mit „Regular“ eine fünf-minütige Spielerei. Nach einem eigenen Drehbuch gibt sie Schriftarten wie Fond und Italian einen Auftrag. Doch ihre Darstellung bestimmt auch ihre Umgebung und formt diese. Den Film kann man einfach als Spielerei ansehen oder die Chance nutzen, Analogien zum (eigenen) Leben zu ziehen, bei dem man sich auch immer wieder neu auf die eigene Umgebung einstellen muss und wo Eigenarten das Leben prägen oder auch mal stören. Mit viel Spielfreude und Kreativität reiht die Filmemacherin verschiedene Vignetten aneinander. Sie verzichtet dabei auf Ton und lässt den Sound des Studios „Daruma Audio“ wirken. Ihre Zeichnungen besitzen dabei einen hohen Wiedererkennungswert und bedienen sich einer strikten Farbpalette. So entstand im Gesamten ein Kleinod, das vergnüglich ist und neugierig auf weitere Arbeiten der Filmemacherin Metlukh macht.

Fazit: „Regular“ ist ein verspielter Animationsfilm der Regisseurin Nata Metlukh, die darin mit Schriftarten genauso wie mit alltäglichen und skurrilen Situationen spielt. Auch in diesem Film wählte sie einen szenenbasierte Struktur und verzichtete auf Sprache, so dass die Bilder zusammen mit dem Ton ihren eigenen Charme entfalten.

Bewertung: 7,5/10

Den Kurzfilm „Regular“ hier anschauen:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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