„Still Is“ (2021)

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Kurzfilm / Japan / Fiktion / 2021

Hajime Sakai und Nahoko Kawasumi

Filmkritik: Der japanische Kurzfilm „Still is“ von Toshiyuki Ichihara, gesehen auf dem 29. Internationalen Filmfest Oldenburg 2022, ist ein familiäres Kammerspiel mit einem Clou.

 

Ein Familienvater (Hajime Sakai) sitzt am Frühstückstisch, nach und nach gesellen sich Ehefrau (Nahoko Kawasumi) , Tochter (Bankoku) und Sohn (Jun Hosoi) dazu. Doch irgendwas liegt in der Luft.

Aus nur einem Blickwinkel heraus und als One-Shot gefilmt, erzählt der Kurzfilm in elf Minuten eine überraschende Geschichte. Erst nach und nach fallen in dem ruhigen Familien-Drama, dessen Erzählung anfänglich still zu stehen scheint, Ungereimtheiten auf und so wird jede Zuschauer:in an anderer Stelle den Kern der Erzählung erfassen. Gut gespielt und handwerklich perfekt umgesetzt ist der japanische Film ein Kleinod, was es zu entdecken gilt.

Fazit: „Still Is“ ist ein Kurzfilm des japanischen Filmemachers Toshiyuki Ichihara, der darin ein stilles Familiendrama als One-Shot-Kammerspiel inszeniert. Das ist die perfekte Erzählweise für die Geschichte, die mit einem gelungenen Clou aufwarten kann.

Bewertung: 8/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

  • 29. Internationales Filmfest Oldenburg 2022 – Katalog (Programm ‚Kurzfilme‘)
  • Eintrag des Kurzfilms „Still is“ auf dem Shorts Shorts Filmfestival
  • Ben Nicholson, ‚Still Is‘, thefilmverdict.com, 2022

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