- „Als wäre es leicht“ (2025) - 1. April 2026
- Kinostarts 02.04.2026 - 31. März 2026
- Sieben Fragen an Saladin Dellers und Kim Culetto - 30. März 2026
Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der 29-minütige Kurzfilm „Das Zittern der Aale“ von Maximilian Weigl, der seine Uraufführung auf dem 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 feierte, ist eine Geschichte über das heimliche Verliebtsein und einen Sommertag in München.
Kurz vor ihrem Abschlussarbeit, bei der Eli (Julia Windischbauer) fotografisch ihren Herzschmerz verarbeitet, trifft sie an einem schönen Tag genau jene Frau, die ihr den Kopf verdreht hat. Stella (Franziska von Harsdorf) fragt sie, ob sie den Tag zusammen verbringen wollen und Eli denkt sich, dass sie ihr vielleicht doch noch ihre Liebe gestehen sollte.
Der deutsche Kurzfilm von Maximilian Weigl, der auch das Drehbuch geschrieben hat, erzählt von dem Gefühl einer unerfüllten Liebe und spielt mit dem Gedanken, wie es gewesen wäre, wenn man seine Zuneigung offenbart hätte. Hier lässt er die beiden Frauen nochmal aufeinander treffen und die Möglichkeiten an einem Tag ausloten. Dazu schafft er es, das Gefühl eines vergangenen und lauen Sommertages einzufangen, an dem alles möglich scheint. München als Location eignet sich mit seinen Renaissancebauten und den vielen Grünflächen perfekt. So lässt er die beiden Figuren 29 Minuten lang Zeit, einander näher zu kommen. Die Zuschauer:innen sind dabei sowohl außenstehender Zeuge, als auch emotional involviert. Denn wer erinnert sich nicht an eine Liebe, die unbeantwortet blieb? Schön ist auch, dass er sich für eine queere Liebesgeschichte entschieden hat. Die beiden Darstellerinnen spielen ihre Rolle dabei überzeugend und lebensecht. Inszeniert ist das Ganze in Schwarz-Weiß-Format und im 2:1 Format, so bekommt der Film auch etwas rückwärtsgewandtes, aber auch romantisierendes. Man kann also gespannt sein, welche weiteren Geschichten Maximilian Weigl noch erzählen wird und wir er diese ausgestalten wird.
Fazit: „Das Zittern der Aale“ ist ein Kurzfilm von Maximilian Weigl, der es in 29 Minuten schafft, die Stimmung eines schönen Sommertags einzufangen und das Gefühl, wie es ist heimlich verliebtzusein. Mit einem stimmigen Bildformat, tollen Aufnahmen der Stadt und zwei überzeugenden Darstellerinnen schuf er einen Kurzfilm, der Erinnerungen und Gefühle weckt.
Bewertung: 7,5/10
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 – Katalog (Programm ‚Wettbewerb Mittellanger Film‘)
- Doreen Kaltenecker, ‚Acht Fragen an Maximilian Weigl‘, testkammer.com, 2024
- Eintrag des Kurzfilms „Das Zittern der Aale (AT) – Apollonia Film“ bei der Produktionsfirma Apollonia Film


