„Hex Papa, Hex!“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2023

Samuel Ramm

Simon Steinhorst und Freda Wilhelm

Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm „Hex Papa, Hex!“ von Leonard Carow, der im Kinderprogramm des 36. Filmfest Dresden 2024 lief, ist eine warmherzige Geschichte über Familie und Gemeinschaft.

Die junge Marie (Freda Wilhelm) muss sich von ihrer Großmutter Martha (Doris Plenert) am Sterbebett verabschieden. Doch das bedeutet auch, dass ihre Hexenkräfte auf die nächste Generation übergehen. Da sie selbst die Kräfte nicht erhalten hat, muss ihr Vater Torben (Simon Steinhorst) sie bekommen haben. Doch dieser muss erst einmal lernen, eine Hexe zu sein.

In seinem 21-minütigen Kurzfilm erzählt der Regisseur und Drehbuchautor von einer Familie und deren magischen Fähigkeiten, aber ohne dabei jemals wirklich ins Fantastische zu gehen. Es geht vielmehr um eine starke Tochter-Vater-Beziehung, die geprägt ist von Offenheit und ein aufeinander Einlassen. So auch auf die Idee, dass der Papa nun eine Hexe ist. In diese Geschichte baut der Film ein paar schöne Ideen ein, wie den Besuch eines Hexenzirkels, der vor allem aus älteren Damen besteht. Neben dem fantasievollen Hauptplot, der zu keiner Zeit Spezialeffekte benötigt, gesellen sich ernste Themen wie der Tod von Angehörigen. Der Film schafft es, ganz natürlich auch Kinder ab sechs Jahren schon mit solchen Themen zu konfrontieren und traut seinem Publikum auch den Umgang damit zu. Dazu passt auch der authentische Look des Films. Das Spiel der beiden Hauptdarsteller:innen Freda Wilhelm und Simon Steinhorst ist ebenso realitätsnah und überzeugend. Es ist so wohltuend, da sich die Figuren stets aufeinander einlassen. So entstand ein rundherum ansprechender Kurzfilm, bei dem nicht nur die Kinder Spaß haben. 

Fazit: „Hex Papa, Hex!“ ist ein Kurzfilm von Leonard Carow, der sich an ein junges Publikum richtet und mit seiner authentischen, aber warmherzigen Geschichte, einer amüsanten Grundidee und tollen Darsteller:innen wunderbar unterhalten kann. 

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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