„Moving Mountains“ (2024)

Doreen Kaltenecker
Letzte Artikel von Doreen Kaltenecker (Alle anzeigen)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2024

Filmkritik: Der Kurzfilm „Moving Mountains“, zu sehen im Programm des Nationalen Wettbewerb des 36. Filmfest Dresden 2024, stammt aus der Hand der Regisseurin Jessica Poon, die sich in nur sechs Minuten an philosophischen Gedanken abarbeitet und dafür passende Bilder findet.

Kleine Menschen bewegen sich durch eine scheinbar endlose Wassermasse und treffen dabei auf Berge, die sich bewegen können.

Die in Hongkong geborene Filmemacherin Jessica Poon, die für ihr Studium der Medialen Künste nach Deutschland gekommen ist, beschäftigt sich in ihrem Animationsfilm mit dem philosophischen Mind-Body-Problem. Geprägt von ihrer Vergangenheit und beeinflusst von westlichen Philosophen und Gedankenmodellen schuf sie einen Film, der als große Metapher funktioniert. Dabei sind die Bilder nicht sofort selbst erklärend, sondern jede:r Zuschauer:in hat die Möglichkeit, sich selbst etwas zu erschließen und nimmt möglicherweise eine andere Aussage oder Stimmung aus dem Film mit. Der wortlose Film wird wunderbar von in schwarz-weiß gehaltenen, reduzierten Zeichnungen unterstützt. Dabei findet sie aus der Geschichte heraus immer den passenden Stil für ihre Arbeiten. Abgerundet von einer sehr atmosphärischen Musik von Hui-cheng Chung und Lan-ting Hsu hinterlässt der Film Spuren. 

Fazit: „Moving Mountains“ ist ein Kurzfilm von Jessica Poon, der von philosophischen Theorien ausgehend ein eigenes sprechendes Bild entwickelt, das von dem gelungenen Musikeinsatz und Zeichnungen filmisch zum Leben erweckt wird.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Moving Mountains“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

Kommentar verfassen