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Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der Kurzfilm „Anna – A Tale for Tomorrow“, der seine Premiere auf dem 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 feierte, ist der neueste Streich von Jonathan Behr, der hierin die aktuelle Klimakrise in einer Science-Fiction-Geschichte aufgreift.
Die 16-jährige Anna (Hanne Kjølmoen) hat immer wieder Visionen von einer zerstörten Welt. Ihre dunklen Vorahnungen werden eines Tages Realität, als sie auf unerklärliche Weise im Jahr 2082 aufwacht und sieht, dass alle Visionen leider wahr geworden sind. Dort trifft sie auf ihre Enkelin Nova (Tonie Salburg) und mit ihr zusammen versucht sie, nach 2023 zurückzukehren, um das Schlimmste verhindern zu können.
Der deutsche Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Behr schuf mit „Anna – A Tale of Tomorrow“ eine Piloten zu einer möglichen Serie wie bereits mit „Digital Investigations“. Hier widmet er sich nun dem Thema Umweltschutz und Klimakrise und macht
daraus eine spannende Science-Fiction-Erzählung mit allem, was dazu gehört. So findet man hier Zeitreisen, fortschrittliche Technologien, aber auch dystopische Elemente wie einen geschundenen Planet vor. Alles ist dabei überzeugend inszeniert und die Schauspieler:innen, allen voran Hanne Kjølmoen als Hauptdarstellerin, spielen hervorragend. In 40 Minuten umreißt Behr die Welt und bringt die Geschichte zu einem spannenden Ausgangspunkt, so dass man hoffen kann, dass diese als Serie weitererzählt werden wird.
Fazit: „ANNA – A Tale for Tomorrow“ ist ein Science-Fiction-Kurzfilm von Jonathan Behr, der mit viel Spannung und einer gelungenen Inszenierung sich mit aktuellen Themen beschäftigt und so reale Krisen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
Bewertung: 8/10
Trailer zum Kurzfilm „ANNA – A Tale for Tomorrow“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024 – Katalog (Programm ‚Wettbewerb Mittellanger Film‘)
- Website des Films „ANNA – A Tale for Tomorrow“
- Sonja Marx, ‚ANNA – A tale for tomorrow‘, sr.de, 2024
- Birgit Stratmann, ‚Zeitreise in eine Welt im Chaos‘, ethik-heute.org, 2024