„Children’s Day“ (2025)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Singapur / Fiktion / 2025

Filmkritik: Der Kurzfilm „Children’s Day“ von Giselle Lin, der im ‚Berlinale Shorts‘-Programm der 75. Berlinale 2025 seine Weltpremiere feierte, erzählt eine berührende Geschichte einer Mädchenfreundschaft und das mit einem starken Gefühl von Nostalgie.

Die achtjährige Xuan (Emma Lim) ist eine stille und schüchterne Schülerin der zweiten Klasse einer Mädchenschule. Ihre Mitschülerinnen machen ihr den Alltag nicht immer leicht. Auch Zuhause hat sie es mit den vielen Geschwistern und den eher abwesenden und zu strengen Eltern schwer. Als sie die privilegierte Maggie (Adele Tong) kennenlernt, findet sie ihre beste Freundin und gemeinsam fiebern sie dem Children’s Day an ihrer Schule entgegen.

Der Kurzfilm der Singarpurerin Giselle Lin, für den sie das Drehbuch zusammen mit ihrer Schwester Nicolette LIn geschrieben hat, erzählt zum Teil von ihrer eigenen Kindheit und dem warmen Gefühl von Nostalgie vergangener Schultage und Freundschaften. Dabei zeigt der Film auch klar Missstände, wie fehlende familiäre Wärme und

© Potocol

Xuan und Maggie

Mobbing an Schulen, auf. Trotzdem dominieren diese ernsten Gefühle nicht die Stimmung des Films. Im Zentrum der Geschichte steht diese wunderbare Freundschaft der Mädchen, welche frei von Ballast ist und eine starke Wärme erzeugt. Das Spiel der beiden Darstellerinnen Emma Lin und Adele Tong ist dabei so natürlich, dass man ihre Freundschaft fühlt. Der Kurzfilm zeigt so auch, dass man mit einem Freund an der Seite alles besser stemmen kann. In einem realistischen Stil mit ruhigen Einstellungen und einem konsequenten Fokus auf die Mädchen erzählt die Regisseurin Giselle Lin ansprechend davon. Außerdem drehte sie den Film in Singlisch (in Singapur gesprochene Variante der englischen Sprache) und verwendete so die Sprache ihrer Kindheit.

Fazit: „Children’s Day“ ist ein Kurzfilm von Giselle Lin, die darin mit einem gefühlvollen Blick von einer Mädchenfreundschaft erzählt, inspiriert von ihrer eigenen Kindheit. Dabei steht nicht das Negative, wie die Ausgrenzung im Zentrum, sondern das warme Gefühl, eine Freundin zu haben. 

Bewertung: 8/10

Trailer zum Kurzfilm „Children’s Day“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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