„True“ (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

© True Kurzfilm

Filmkritik: Der deutsche Thriller-Kurzfilm „True“, gesehen auf der 5. Genrenale, des Regisseurs Simon Schneider, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, fängt ein mögliches, wenn auch nicht technisch ausgereiftes Szenario ein, das in Anbetracht der verbreiteten Internetaffinität erschreckend echt wirkt.

Der Programmierer Paul (Julian Mosbach) ist auf seinem Gebiet ziemlich talentiert. Er benutzt aber die künstliche Intelligenz, die er erschaffen hat, für die falschen Zwecke und das nur aus der Angst heraus, dass seine Freundin Julia (Lena Ladig) ihn betrügen könnte.

Vermutlich würde jeder Programmierer bei den technischen Details die Nase rümpfen, wenn er sich den Kurzfilm „True“ anschaut. Doch wenn man diesen Aspekt außer Acht lassen kann, schafft Simon Schneider (*1996) eine wunderbar angespannte Stimmung aus Misstrauen, in der der Zuschauer selbst nicht weiß, was wahr oder falsch ist. Diese dichte Thriller-Atmosphäre gelingt dem Regisseur und seinem Team sehr gut und zeigt das Potenzial was darin steckt. Auch das Thema selbst hätte genug Material für einen Langfilm. Hinzuzufügen wäre nur noch ein Sympathieträger, mit dem man mitfühlen könnte und etwas mehr technische Logik. Im Gesamten ist „True“ ein solider und spannender Thriller geworden, der mit Ängsten und Misstrauen sehr gut spielt.

Fazit: Simon Schneiders Debüt-Kurzfilm „True“ überzeugt als Technik-Dystopie und mit einer gelungenen Genre-Übersetzung. Obwohl es in diesem Thriller an Identifikationsfiguren mangelt, setzt er den Stoff spannend und unterhaltsam um.

Bewertung: 6/10

Hier kannst Du den Kurzfilm „True“ kostenfrei online sehen.

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle:

4 Gedanken zu “„True“ (2016)

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