„Timecode“ (2016)

Kurzfilm / Spanien / Fiktion / 2016

Filmkritik: Seit 1932 bzw. 1942 gibt es bei der Oscarverleihung auch die Kategorien “Bester Kurzfilm” und “Bester Dokumentar-Kurzfilm”. In diesem Jahr gewann im fiktionalen Bereich der wunderbare, ungarische Kinderfilm “Sing”. Nominiert waren auch “Ennemis Intérieurs” (Frankreich, 2016), “La Femme et le TGV” (Schweiz, 2016), “Silent Nights” (Dänemark, 2016) und auch der spanische Kurzfilm “Timecode”, der ebenfalls  auf dem Landshuter Kurzfilmfestival zu sehen war.

Luna (Lali Ayguade) geht jeden Tag ihrem monotonen Job als Wachmann in einem Parkhaus nach. Mit anderen Menschen und ihrem Kollegen Diego (Nicolas Ricchini), der die Tagschicht hat, hat sie nicht viel Kontakt. Eines Tages entdeckt sie Diegos Leidenschaft und beginnt diese langsam mit ihm zu teilen.

Ein schöner Kurzfilm, der mit seiner Wendung überraschen und bezaubern kann. Die beiden bei ihren zaghaften Annäherungsversuchen zu beobachten, bringt viel Freude. Dabei ist die Botschaft klar. Die Leidenschaft obsiegt über die alltägliche Tristesse und lädt den Betrachter dazu ein, aus seinen festen Strukturen auszubrechen. Dies alles erzählt der Regisseur Juanjo Giménez Peña aber alles sehr ruhig, mit wenigen Worten und viel Zärtlichkeit und lässt den Film seine Kraft über die Bilder entfalten, welche ebenfalls erst auf dem zweiten Blick ihre Schönheit offenbaren. Im Gesamten ist der Kurzfilm, der vor allem eine Liebesgeschichte zweierlei Art ist, verträumtes Kino, das nicht zu Unrecht eine Oscar-Nominierung erhalten hat.

Bewertung: 7/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle:


Auf den folgenden Festivals lief “Timecode”:

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