“Der beste Weg” (2014)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2014

Filmkritik: Inklusion ist ein wichtiges Thema, das mehr gelebt werden sollte. Das Filmfest Dresden 2017 hat es wunderbar vorgemacht, aber auch auf den Bamberger Kurzfilmtagen 2017 gab es einen Programmblock, der Kurzfilme zeigte, welche für alle Menschen (auch mit verschiedenen Behinderungen) verständlich sind. Dabei sollte das Thema nie zu schwer genommen, sondern es ist wichtig, dass es möglich ist, solche Themen mit Humor und Leichtigkeit zu präsentieren. Wie das geht, zeigt der deutsche Kurzfilm “Der beste Weg” mit Bravour.

Eine blinde Frau erzählt von ihren Erlebnissen des Tages. Dabei handelt es sich vor allem um Kleinigkeiten und Auffälligkeiten. Dies wird nicht über die übliche Bildgestaltung erzählt, sondern der Kurzfilm zeigt auf visueller Ebene vor allem die Transkription des Gehörten mit wenigen Effekten. So ist der Film uneingeschränkt auch für taube Menschen verständlich. Auf der audiblen Ebene hört man die Stimme Steffi der Apple-Sprachausgabe, so dass es für Blinde ebenfalls verständlich ist. Dabei wird jene Computerstimme verwendet, die vermutlich vielen behinderten Benutzern vertraut ist. Dieses Konzept, was man fast als Experimentalfilm bezeichnen kann, funktioniert wunderbar und ist gelebte Inklusion. Zudem ist die Story ungemein witzig und macht auch beim wiederholten Sehen immer noch viel Freude. So ist der Kurzfilm “Der beste Weg” der Regisseurin Angelika Herta ein besonderer und leichter Film, der sich auf die richtige Art und Weise dem Thema Inklusion annähert.

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

  • Filmfest Dresden Katalog 2017
  • Bamberger Kurzfilmtage Katalog 2017

Auf den folgenden Festivals lief “Der beste Weg”

Ein Gedanke zu ““Der beste Weg” (2014)

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