“Uncanny Valley” (2015)

Kurzfilm / Argentinien / Fiktion / 2015

Filmkritik: Auch der argentinische Kurzfilm “Uncanny Valley” (benannt nach dem gleichnamigen Phänomen, dass Zuschauer das Verhalten künstlicher Darsteller weniger akzeptieren, wenn diese besonders menschenähnlich sind) gehörte zu den Lieblingsschockern auf dem 18. Landshuter Kurzfilmfestival.

In einer dystopischen Zukunft verbringen die VR-Junkies ihre Zeit in einer Fantasiewelt und bekämpfen dort das Böse. Doch ein Profi Gamer (Steve Kisicki) bemerkt bald, dass die andere Welt mehr mit der Realität zu tun hat, als er erwartet hätte.

Der argentinische Filmemacher Federico Heller (*1983), der für die Visual Effects in der Serie “Aliados” (2013-2014) verantwortlich war, gibt mit “Uncanny Valley” sein Regie- und Drehbuchdebüt. Seine Herkunft aus dem Art Department sieht man auch seinem ersten Kurzfilm an. Die Hälfte des Films spielt in der fiktiven Welt und besteht so nur aus CGI-Animationen. Diese sind sehr gut umgesetzt und können überzeugen. In der realen Welt besticht dagegen der dystopische Looks der Slums, welche ein stimmiges Bild der zukünftigen Welt zeigen. Die Geschichte dabei lässt sich Zeit und erzeugt einen großen Reiz, bis sie in der überraschenden Wendung ihren Höhepunkt findet. Im Gesamten ist dem Filmemacher Heller so ein wunderbares, spannendes Debüt gelungen, das mit Science-Fiction, Dystopien und Computerspiel-Affinität spielt und für gute Unterhaltung sorgt.

Bewertung: 7,5/10

Den kompletten Kurzfilm (in englischer Sprache) gibt es hier:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Ein Gedanke zu ““Uncanny Valley” (2015)

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