„New Girl“ (Serie, Staffel 1-5, 2012-2017)

Drehbuch: Elizabeth Meriwether / 22 min

Poster zur Staffel 1 der Serie "New Girl"Serienkritik: Die amerikanische Serie “New Girl” erschien damals bei ihrer Erstausstrahlung eine Antwort auf die Frage zu sein, ob Frauen witzig sein können. Zooey Deschanel, die hier die Hauptrolle übernahm, zeigt hier, wie auch viele ihrer Kolleginnen in anderen Formaten, Amerika und der Welt, dass Frauen witzig sein können. Auch wenn die Serie “New Girl” es manchmal etwas damit zu gut meint und es auf die Spitze treibt.

Die Lehrerin Jessica Day (Zooey Deschanel) zieht nach einer Trennung in einer Männer-Single-WG ein. Dabei wirbelt sie alles mit ihrer überdrehten Art durcheinander und mischt sich natürlich auch überall ein. Gerade bei Nick Miller (Jake Johnson) lässt sie sich es nicht nehmen, einen Rat in Liebesdingen parat zu haben, so dass zwischen ihnen auch immer mehr ein zartes Band der Zuneigung entsteht. Dem vermeintlichen Yuppie-Mitbewohner Schmidt (Max Greenfield) stellt sie ihre beste Freundin Cece (Hannah Simone) vor. Daraufhin beginnen die beiden eine leidenschaftliche Affäre, deren Höhen und Tiefen der Zuschauer die ganze Zeit miterleben wird. Der dritte Mitbewohner Winston Bishop (Lamorne Morris) zog nach dem Sportfanatiker Coach (Damon Wayans Jr.) ein und scheint nicht so recht zu wissen, was er nun mit seinem Leben anfangen soll. Doch Jessica weiß fast immer Rat, ob er nun gut ist oder schlecht.

Standbild aus Staffel 4 der Serie "New Girl"

© Ray Mickshaw/FOX

Die Serienmacherin Elizabeth Meriwether schuf mit ihrer Sitcom “New Girl” nicht nur eine Antwort auf die Komikerinnen-Debatte, sondern zeitgleich ein Portrait einer neuen Generation, deren Lebenssituationen nicht so geregelt sind. Das unterscheidet die Charaktere von ihren Vorgänger-Serien wie “Friends” 1994?-2004), wo sich die Protagonisten vor allem mit Liebesdingen herumschlagen mussten. Dies spielt natürlich auch hier eine wichtige Rolle und alle Charaktere erleben auch in dieser Hinsicht ständige Höhen und Tiefen während ihrer Suche nach dem Partner fürs Leben. Doch besitzt hier eine weitere Komponente eine ähnliche Gewichtung. Die Arbeitssituation aller Beteiligten ist meistens schlecht oder gar nicht vorhanden. Sie hadern mit Identitäten und Rollenbildern. In diesen Momenten schafft die ansonsten sehr alberne Serie ernste Momente. Der Humor bewegt sich dagegen öfters an der Grenze zum Fremdschämen, vor allem in den Slapstick- und Gefühlschaos-Momenten möchte man als Zuschauer manchmal wegschauen, was aber nicht zu vergleichen ist wie mit Serien à la “Arrested Development” (seit 2003), welche gefühlt auf eine Andernanderreihung von Fremschäm-Momenten angelegt sind. Denn oft ist der Witz pointiert und zeitaktuell. Oft muss man schmunzeln und freut sich über die kleinen Happy-Ends, welche hin und wieder eingebaut sind. Denn die Figuren wachsen einem trotz all ihrer Schrulligkeiten ans Herz. Diese werden wunderbar von den bisher meist unbekannten Darstellern und der wunderbaren Zooey Deschanel zwar überzeichnet, aber mit viel Herz dargestellt. So wünscht man sich ein finales Happy-End am Ende der angekündigten siebten Staffel, doch vorerst reicht auch das Ende der Fünften für ein schönes Wohlfühlgefühl völlig aus.

Standbild aus Staffel 3 der Serie "New Girl"

© Ray Mickshaw/FOX

Fazit: Die amerikanische Serie “New Girl” kann die Zuschauer mit ihren ersten fünf Staffeln an die Serie und ihre schrulligen Charaktere binden. Dabei ist sie nicht nur auf den schnellen Witz aus, sondern schafft es neben den Übertreibungen auch die Realität mit einer gesellschaftskritischen Note einzufangen. Die Sympathieträger, welche dem Zuschauer schnell ans Herz wachsen, beleben die Geschichten und lassen die Zuschauer rasch Staffel um Staffel schauen, so dass man kaum das Erscheinen der sechsten Staffel erwarten kann.

Bewertung: 4/5

Der Trailer zur Serie “New Girl”:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

Ein Gedanke zu “„New Girl“ (Serie, Staffel 1-5, 2012-2017)

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