„BFF Girls“ (2018)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 20178

Lawrence Sykkmon

Filmkritik: Nachdem uns der Filmemacher Brian Lonano bereits mit Filmen wie „Crow Hand“ (2014) und vor allem „Gwilliam“ (2015) erfreut hat, wartete man schon freudig auf seinen neuesten Streich. Mit seinem 13-minütigen Kurzfilm „BFF Girls“ taucht er in die Welt der Mangas und der Frauenprobleme ein.

Die drei besten Freundinnen Violet (Sydney Allison), Lily (Jessica Shipp) und Rose (Allison Maier) stellen sich der Bedrohung, als der böse Fabuloso Doom (Lawrence Sykkmon) mit einem tödlichen Tampon die Macht an sich reißen will. Dazu verwandeln sie sich in die japanischen BFF Girls (Beautiful Fantasy Flower Girls, gespielt von Carolann Utley, Jessica Nam und Marilyn Chung) und ziehen in den Kampf.

Allisan Mayer, Jessica Shipp und Sydney Allison Thomas

Der amerikanische Regisseur und Drehbuchschreiber Brian Lonano, der bereits viele Kurzfilme realisiert hat, hat ganz klar eine Vorliebe für Übertreibungen, Trash und handfeste Splattereffekte. All das verwendet er auch in seinen neuesten Kurzfilm „BFF Girls“. Inspiriert wurde er durch einen „Sailor Moon“-Marathon, einer japanischen Manga-Serie, um ein eigentlich normales Mädchen, das sich in eine Kriegerprinzessin verwandeln kann. Genau dieses Prinzip überträgt er auf seinen Realfilm, nur dass sich hier nicht nur das Outfit verändert, um die Kräfte zu aktivieren. Angereichert mit wunderbar hölzernen Dialogen, einem scheußlich lüsternen Kater (gespielt von Laurence R. Harvey, bekannt durch „Human Centipede 2“) und viel Kunstblut, nimmt Lonano, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, das Genre auf die Schippe, aber ist gleichzeitig auch eine augenzwinkernde Hommage. Die Anlage der Charaktere, welche alle großartig gespielt werden, und die bunte Optik zeigen die Liebe zum Genre. Zudem kann man bestimmt noch mehr Anspielungen auf andere Quellen entdecken, wenn man noch genauer hinschaut. So macht dieser Film mit seiner unsagbar übertriebenen Geschichte und der ein oder anderen Überraschung sehr viel Freude, so dass man sich wünscht, dass daraus ein Langfilm oder eine Serie entstehen würde.

Fazit: Mit viel Kreativität, Zitatenwut und Freude am Inszenieren bietet uns der amerikanische Regisseur Brian Lonano mit seinen „BFF Girls” einen kunterbunten Kurzfilm mit großer Liebe zu Sailor Moon und Splatter-Filmchen. Seine Darsteller passen sich der Szenerie an und spielen wunderbar überzeugend. So gehen Look und Schauspiel Hand in Hand und vereinen sich zu einem schrägen, unterhaltsamen Kurzfilm, so dass man sich wünscht noch mehr von den BFF Girls zu sehen.

Bewertung: 8/10

Trailer des Kurzfilms „BFF Girls“

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„BFF Girls“ (2018)

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