„Lobsters“ (2018)

Kurzfilm / UK / Fiktion / 2018

Filmkritik: Der Regisseur Matt Huntley findet wie sein Kollege Johan Rosell mit „Eloise“, beide waren zu sehen in der Comedy Night des 20. Landshuter Kurzfilmfestivals, einen komödiantischen Blick auf eine unerfüllte Liebe in einer ganz und gar nicht romantischen Umgebung.

Mark (Steve Oram) ist bis über beide Ohren in Tanya (Juliet Cowan) verliebt, die im Trailer nebenan wohnt. Doch leider ist diese mit Dave (Terry Mynott) zusammen und so kann Mark sie nur aus der Ferne begehren.

Der britische Kurzfilm „Lobsters“ (nicht zu verwechseln mit Yorgos Lanthimos schrägen Drama „The Lobster: Eine unkonventionelle Liebesgeschichte“) ist eine spritzige Komödie, die von dem wunderbaren Kontrast aus eifersüchtigen Gedanken und Worten und hoch stilisierten Bildern lebt. Der Regisseur Matt Huntley (*1976) stammt aus der Werbebranche und das sieht man seinen feingeschliffenen Filmaufnahmen an. Er schafft es, aus diesem klassischen Arme-Leute-Urlaubsort, einem Trailerpark, einen Ort der Romantik zu machen, so lange bis die Realität hereinbricht. Seine ästhetischen Fähigkeiten setzt er hier wunderbar für das Komödienfach ein. Mit raschen gedanklichen Monologen führt uns der Schauspieler Steve Oram (bekannt u.a. durch „Sightseers“) wunderbar durch die Geschichte. Er schafft es die Verliebtheit und die Eifersucht in all ihren Stufen wunderbar zu verkörpern und zieht den Zuschauer sofort auf seine Seite. Sein starker Akzent ist wie für diese Rolle gemacht. Im Gesamten ist „Lobsters“ eine wunderbare, leichtfüßige Komödie über die unerwiderte Liebe, die den Zuschauer mit ihrem Kontrast zwischen harten Worten und hoch stilisierten Bildern in den Bann zieht.  

Fazit: Matt Huntleys Kurzfilm „Lobsters“ ist eine gelungene Komödie. Mit viel Wortwitz, dem perfekt ausgewählten Steve Oram und einer übertriebenen Bildsprache kann der Film sehr gut unterhalten und macht neugierig, was man von Huntley noch zu sehen bekommt. 

Bewertung: 8/10

Überzeuge Dich selbst vom Kurzfilm „Lobsters“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

3 Gedanken zu “„Lobsters“ (2018)

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