„40 Meter“ (2018)

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Kurzfilm / Schweiz / Dokumentation / 2018

Filmkritik: Der Dokumentar-Kurzfilm „40 Meter“ von Samuel Flückiger, gesehen auf den 29. Bamberger Kurzfilmtagen, beschäftigt sich mit den Traumata von Lokführern.

40 Meter lang ist die Strecke, die ein Zug zurücklegt, bevor der Lokführer reagieren kann und die Notbremse zieht. Wenn ein Mensch Suizid begehen will, kann Bremsen es nicht mehr verhindern. Die Schweiz ist durchzogen von einem 3000 km langen Bahnnetz, auf dem sich jeden zweiten bis dritten Tag jemand vor einen Zug stürzt. Der Zugführer Kurt Spori hat dies dreimal erlebt und berichtet davon, wie es sich für ihn anfühlt.

Der schweizer Filmemacher Samuel Flückiger (*1982), der mit Musikvideos begonnen hat und nun an seinem ersten Langfilm arbeitet, beschäftigt sich in seiner 14-minütigen Kurz-Dokumentation mit den Auswirkungen der vielen Suizidtoten auf den Schweizer Bahngleisen. Wie fühlt es sich für die Lokführer an? Statistisch gesehen passiert jedem von ihnen in seiner Berufslaufbahn dieses Schicksal. Einfühlsam und auf ruhige Weise kombiniert Flückiger stimmige Außenaufnahmen mit Interviews. Dabei schafft er es, ein Gefühl für diese außergewöhnliche, traumatische Situation zu schaffen und sensibilisiert die ZuschauerInnen auf einen ansonsten nicht häufig thematisierten Umstand.

Fazit: „40 Meter“ ist eine Kurz-Doku von Samuel Flückiger, welches sich mit einem wichtigen Thema beschäftigt und es schafft die ZuschauerInnen nicht nur zu informieren, sondern auch zu sensibilisieren.

Bewertung: 7/10

Der Teaser zum Kurzfilm „40 Meter“ :

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

  • 29. Bamberger Kurzfilmtage 2019 – Katalog (Programm ‚Wettbewerb Dokumentarfilm‘)
  • Eintrag des Kurzfilms „40 Meter“ bei der Agentur Swissfilms 
  • Crowdfunding-Kampagne des Kurzfilms  „Fensterlos“ des Filmemachers Samuel Flückinger 

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