„See you soon“ (2020)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2020

Filmkritik: Der amerikanische Filmemacher Tyler Rabinowitz erzählt in seinem siebten Kurzfilm „See you soon“ von einer entstehenden Liebe und dem Gefühl angekommen zu sein.

Vincent (James Cusati-Moyer) und Anthony (Jonny Beauchamp) wohnen an zwei verschiedenen Enden von Amerika. Als Anthony nach New York kommt, verlieben sich beide fast sofort und verbringen wunderschöne Sommertage zusammen. Als der Abflug immer näher rückt, steht eine Entscheidung im Raum, die alles verändern könnte.

Die Liebesgeschichte der beiden Männer ist inspiriert von Ereignissen aus Tyler Rabinowitz’ Leben, als er in seinen Zwanziger-Jahren selbst einmal mit einer Dating-App jemanden über eine weite Distanz kennenlernte. Dabei geht es dem Regisseur und Drehbuchautor hierbei nicht explizit eine LGBTQ+-Geschichte zu erzählen, sondern er berichtet einfach in schönsten sommerlichen, leichtfüßigen Bildern vom Aufblühen einer neuen Liebe. Das Publikum befindet

Jonny Beauchamp und James Cusati-Moyer

sich bald mit den beiden auf ihrer Insel der Liebe, streift mit ihnen gern durch das Bilderbuch-New-York und erlebt die Gefühle der beiden mit. Dass dies so gut gelingt liegt auch an dem natürlichen Spiel der beiden Darsteller James Cusati-Moyer und Jonny Beauchamp. Zusammen mit der fast tänzerischen Inszenierung und dem realen Hintergrund, viele ZuschauerInnen haben so etwas bestimmt selbst schon einmal erlebt, entstand mit „See you soon“ ein einfühlsamer, schöner Film über die Liebe.

Fazit: Der Kurzfilm „See you soon“ erzählt eine warmherzige, authentische Liebesgeschichte. Angesiedelt in New York und zwischen zwei Männern geht es hier nicht um problematische Themen, sondern um das Aufblühen der Liebe und die Distanz, welche es zu überwinden gilt. Der Regisseur Tyler Rabinowitz inszeniert das mit dem richtigen Verve und zeigt leichtfüßig die Schönheit der Liebe.

Bewertung: 7/10

Schau den Kurzfilm „See you soon“ hier an:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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