„Modern Family“ (Staffel 2, 2012)

Serienkritik: Die zweite Staffel der amerikanischen Sitcom „Modern Family“ bleibt ihrem Erzählkonzept treu und begleitet in ihrem Dokumentarfilmstil die moderne Großfamilie weiterhin bei allen ihren alltäglichen Hoch und Tiefs.

Die buntgemischte Familie, bestehend aus drei Haushalten, meistert die Herausforderungen des Alltags. Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) und Cameron (Eric Stonestreet) kümmern sich immer noch liebevoll um ihre Adoptivtochter Lilly (Ella und Jayden Hiller) und dabei dreht sich ihr Alltag natürlich um (die richtige) Kindererziehung. Frischer Wind kommt mit einem neuen Nachbar (James Marsden) auf und durch ihren schwulen Freund Pepper (Nathan Lane), der immer zu maßlosen Übertreibungen neigt. Phil (Ty Burrell) und Claire Dunphy (Julie Bowen) liegen sich immer noch oft in den Haaren und haben diverse Wettstreite, doch als ihre Tochter Alex (Ariel Winter) die Abschlussrede an der Highschool hält, kommen sie alle als Familie wieder mehr zusammen. Auch an Jays (Ed O’Neill) Geburtstag, dem Vater von Claire und Mitchell, bekommt er nicht wie erhofft eine ruhige Zeit mit seiner Frau Gloria (Sofía Vergara), sondern auch hier ist wieder die ganze Familie am Start. So manövriert sich die Pritchett-Dunphy-Familie durch alle schwierigen Situationen und findet am Ende immer wieder zusammen.

Nathan Lane und Ed ONeill

Auch in der zweiten Staffel der Sitcom-Serie mit ihren 24 Folgen aus der Hand der Serienmacher Christopher Lloyd und Steven Levitan geht es munter weiter wie in der ersten. In allen Folgen behandeln die Serienschreiber Themen aus Alltag und Familie und greifen dabei oft auf eigene Erfahrungen zurück. Mit dem richtigen Gespür für Alltags- und Situationskomik, und dem partiellen Einsetzen von Übertreibungen und Zuspitzungen der Charaktere liefert die Serie kurzweilige Zwischendurchunterhaltung. Mittlerweile hat man als Zuschauer fast alle Figuren mit ihren Marotten ins Herz geschlossen und steht ihnen gerne bei ihrer Alltagsbewältigung zur Seite. Auch hier stechen wieder einmal einzelne Episoden hervor, weil sie überraschen oder genau ins Mark treffen. Unterstützt wird das durch eine souveräne Inszenierung, welche sich in ihrem Stil als eine Dokumentation treu bleibt und in der die Personen selbst die Vorfälle kommentieren. Aber vor allem lebt die Serie von ihrem hervorragenden Cast, welcher immer wieder durch prominente Gast-Schauspieler erweitert wird u.a. haben Nathan Lane („Birdcage“ (1996), „The People v. O. J. Simpson“ (2016)), Matt Dillon („Nimic“ (2019)) und James Marsden („Hairspray“ (2007), „Dead to me“ (2019)) einen gelungenen Auftritt. Im Gesamten ist auch die zweite Staffel locker flockige Unterhaltung, welche einen manchmal zum Fremdschämen bringt, aber meistens schmunzeln lässt.

Julie Bowen, Nolan Gould, Rico Rodriguez, Sofia Vergara, Ed ONeill und Jesse Tyler Ferguson

Fazit: Die amerikanische Serie „Modern Family“, zusehen u.a. auf Netflix, ist gelungene Unterhaltung, welche sich im scheinbaren Dokumentar-Stil mit drei Familien beschäftigt, die das alltägliche Hoch und Tief bewältigen. Dabei spielen die Serienmacher gekonnt mit Übertreibungen, Klischees und realistischen Szenarien und liefern so gute Serienunterhaltung ab.

Bewertung: 4/5

Trailer zur Staffel 2 der Serie „Modern Family“:

geschrieben von Doreen Matthei

Weitere Staffeln der Serie „Modern Family“ in der Testkammer

Quellen:

  • Wikipedia-Artikel über die Serie „Modern Family“ 
  • Wikipedia-Artikel über die zweite Staffel der Serie „Modern Family“ (englisch)

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