„Jane the Virgin“ (Staffel 5, 2019)

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Serienkritik: Die amerikanische Serie „Jane the Virgin“, welche im Jahr 2014 mit der ersten Staffel begonnen hat, über die Jahre mehrere Golden-Globe-Nominierungen erhielt und wunderbar mit dem Genre der Telenovela spielt, findet nach fünf Staffeln nun ihr perfektes Ende und überzeugt als wunderbar übertriebene aber liebenswürdige Serienunterhaltung.

Jane (Gina Rodriguez) und Rafael (Justin Baldoni) führen das Leben, was sie schon immer haben wollten. Zusammen mit seiner Ex-Frau Petra (Yael Grobglas) und den drei Kindern hat sich eine ungewöhnliche Familie gefunden, welche aber wunderbar funktioniert. Doch just in diesem Moment taucht Janes große Liebe Michael (Brett Dier) wieder auf, der eigentlich vor vier Jahren gestorben war. Es stellt sich heraus, dass er als Jason die ganze Zeit in Montana gelebt hat. Auch das war ein böser Plan von Rose (Bridget Regan), die aus dem Gefängnis heraus versucht ihre wahre Liebe Luisa (Yara Martinez), Raffaels Schwester, für sich zu gewinnen. Jane versucht nun Michael bei seiner Amnesie zu helfen, denn er kann sich an nichts erinnern, aber ohne dabei wieder Gefühle für ihn zu entwickeln. Auch bei den anderen Villanueva-Frauen geht es turbulent zu. Bei Alba (Ivonne Coll) ist Jorge (Alfonso DiLuca) als Fake-Ehemann für den Green-Card-Status eingezogen und Xiomara (Andrea Navedo) scheint endlich ihren Krebs überwunden zu haben, weiß aber jetzt nicht mehr, wo sie sich beruflich sieht. Ihr Mann Rogelio (Jaime Camil) versucht ihr dabei zu helfen und kämpft selber mit seiner Karriere als Telenovela-Star.

Gina Rodriguez und Brett Dier

Doch der familiäre Zusammenhalt bringt die Villanueas immer wieder auf Kurs, so dass es für alle ein wohlverdientes Happy End geben wird. Die fünfte Staffel beendet die amerikanische Serie „Jane the Virgin“, welche 2014 von Jennie Snyder Urman ins Leben gerufen wurde. Im Stil einer Telenovela, dem spanischen Soap-Format, berichtet sie vom Leben einer Familie, bestehend aus drei Generationen von Frauen, welche durch alle Höhen und Tiefen gehen und das nicht nur in der Liebe. Falsche Befruchtungen, Morde, Syndikate, Verluste, Ruin, Tod, Schwangerschaften, Gefängnis, Verrat, Sex, Betrug und jede Menge Gefühlschaos kommen hier zusammen. Genau das war der Plan und wird von dem Voice Over, gesprochen im Original von Anthony Mendez (im Deutschen von Thomas Wenke), humorvoll zusammen gekittet. Wenn man sich darauf einlässt schließt man die Charaktere schnell ins Herz und erlebt gern jede neue Wendung mit. Gerade die Verbindung der drei Frauen ist wunderbar und voller Herz. Die letzte Staffel weiß nun alle lose Fäden zu einem Ende, natürlich vor allem einem Happy-End, zusammenzubringen. Hier wird nochmal einiges aufgegriffen, einige Komplikationen stellen sich noch in den Weg, doch schlussendlich löst sich alles in schönstem Wohlgefallen auf, so dass die Serie hier ihr perfektes Ende findet. 

Andrea Navedo, Gina Rodriguez und Ivonne Coll

Dass die Serie auch so gut funktioniert, liegt auch an der großartigen Besetzung aller Rollen. Die DarstellerInnen füllen ihre Rollen mit viel Liebe, teilweise Overacting und einem großen Herz aus. Mit ihnen kann man sich als ZuschauerIn auf alles einlassen und auch wenn man bei der einen oder anderen Wendung mal die Augen verdreht, fiebert man dann doch auf ein gutes Ende hin. Die letzten 20 Folgen werden noch durch eine Interview-Folge, in der die Stars über ihre Serie sprechen, abgerundet, sodass hier ein gelungener Abschluss gefunden wurde, der hoffentlich dafür sorgt, dass man DarstellerInnen mit lateinamerikanischen Wurzeln öfter auch in amerikanischen Produktionen sieht. 

Fazit: Die von Netflix gesendete Serie „Jane the Virgin“ endet nach fünf Staffeln, 100 Folgen und vielen Turbulenzen ganz im Telenovela-Stil. Mit einem großartigen Cast, dem übertriebenen Look solcher Serien, einem bissigen Voice Over und viel Spaß werden hier Geschichten voller Liebe und Drama erzählt, konnten damit immer gut unterhalten und findet nun ihr gelungenes Happy End. 

Bewertung: 4/5

Trailer zur Staffel 5 der Serie „Jane the Virgin“:

geschrieben von Doreen Matthei

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Quellen:

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