„Don’t Be a Pussy“ (2019)

Kurzfilm / Tschechische Republik / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der tschechische Film „Don’t be a pussy“ (OT: „Nebát se niceho“) von Jakub Jirásek, einer der Beiträge des 30. Filmfestival Cottbus, überzeugt als amüsanter und überraschender Film über die Kraft der Viralität. 

Die beiden Mädchen Katka (Tereza Hladíková) und Rachel (Barbora Suchá) haben sich in ihrer Schule für den Social-Media-Kurs eingeschrieben. Eine erfolgreiche Influencerin erzählt ihnen, wie sie Erfolg haben können und so machen sich die beiden dran, Stars zu werden. Sie brauchen nur eine richtig zündende Idee.

Der tschechische Filmemacher Jakub Jirásek, der auch das Drehbuch für den 20-minütigen Kurzfilm schrieb, erzählt eine Geschichte aus der modernen Welt. Im Zentrum steht die Frage, wie sehr die jüngeren Generationen, auch Kinder, von Sozialen Medien beeinflusst werden. Dabei wählt er keinen belehrenden Ansatz, sondern schlägt sich auf die Seite der beiden jungen Protagonistinnen, welche wunderbar verkörpert werden von Tereza Hladíková und Barbora Suchá. Diese arbeiten mit viel Kreativität an der Realisierung ihrer Karriere und finden ihrer Meinung nach genau den richtigen Aufhänger.

Tereza Hladíková und Barbora Suchá

Dabei greift der Regisseur Jirásek mit einem Augenzwinkern gesellschaftsrelevante Themen auf, verpackt sie in eine Komödie, zeigt aber auch deren Explosionskraft. Aus diesem Film kann man viel herausholen und trotzdem bietet er leichtfüßige Unterhaltung an, die sich an tschechische Kinderfilme der 60er und 70er Jahre anlehnt. So besitzt die Geschichte die perfekte Mischung für einen gelungenen Kurzfilm. 

Fazit: Der tschechische Kurzfilm „Don’t be a Pussy“ ist ein gelungener Beitrag über die Kraft der Soziale Medien und Kinder, die mit damit aufwachsen. Großartig gespielt, leichtfüßig inszeniert und trotzdem mit dem richtigen Blick für relevante Themen erzählt der Regisseur Jakub Jirásek seine Geschichte und kann damit sehr gut unterhalten.

Bewertung: 7,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Don’t Be a Pussy“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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