„Raya und der letzte Drache“ (2021)

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Filmkritik: Der Disney-Film „Raya und der letzte Drache“ (OT: „Raya and the Last Dragon“, USA, 2021), der nur wenige Monate nach „Mulan“ (2020) auch auf Disney+ im VIP-Streaming angeboten wurde, schaffte es auch in den Sommermonaten in den frisch aufgemachten Kinos und konnte so mit seiner gelungenen Disney-Mischung aus Heldengeschichte, Humor und Gefühl die KinobesucherInnen begeistern. 

Das Land Kumandra ist seit vielen Jahren in fünf Reiche geteilt. Benja, der Vater von Raya und der Herrscher von Herz, kümmerte sich um den Fortbestand des Friedens und suchte die Annäherung aller mittlerweile starke entfremdete Völker. Doch die Situation eskaliert und so befindet sich Raya Jahre später allein mit ihrem treuen Transportkäfer Tuk Tuk auf der Suche nach dem Drachen Sisu, der das Land wieder einen kann. Zusammen mit diesem und immer weiteren Gefährten bereist sie die anderen Reiche, um schlussendlich Kumandra zu alter Größe zu verhelfen. So liegt eine schwierige Mission vor ihnen, bei der sich viele Feinde und Gefahren in den Weg stellen.

Der Animationsfilm „Raya und der letzte Drache“ ist eine klassische Disney-Geschichte, in der ein junger Held (hier eine Heldin) durch viele Tugenden zur vollen Größe wachsen kann. Doch gleichzeitig ist der Film auch ein Beispiel für die Vorwärts-Entwicklung, welche die Produktionsfirma Stück für Stück vollzieht. Denn zum einen ist das Team, bestehend aus der Drehbuchautorin Adele Lim und den beiden Regisseuren Don Hall und Carlos López Estrada divers aufgestellt, aber auch die Geschichte selbst, zeigt Veränderungen. Zwar steht hier eine starke Heldin im Vordergrund mit dem obligatorischen entzückenden Sidekick – hier eine gigantische Kellerassel, die sich rollend durch die Gegend bewegt, aber darüber hinaus geht es hier um die Kraft der Gemeinschaft. Denn nur durch das Kennenlernen und Zusammenwachsen aller MitstreiterInnen kann die Schlacht gewonnen werden. Besonders schön ist, wie liebevoll und mit wie viel Humor und Herz die einzelnen Charaktere ausgestaltet wurde, so dass man diese Truppe wirklich schnell ins Herz schließt. Zudem hält der Film neben diesen Qualitäten dauerhafte Spannung für alle Altersgruppen bis hin zum fulminanten Ende parat. 

Für ihre spannende und unterhaltsame Geschichte finden die FilmemacherInnen die perfekte Umsetzung in 3D-Animationen, welche ihre ganze Wirkung auf den Kinoleinwänden entfalten. Die Bilder sind voller Magie, kreativen Ideen und zeichnen ein Land mit vielen Kontrasten und Gegensätzen. Darüber hinaus ist das Charakterdesign sehr gelungen, auch wenn die Hauptdarstellerin ganz in der Disney-Tradition etwas zu große Augen hat, überzeugen die Figuren mit ihrer Individualität. Besonders der Wasserdrache Zizu begeistert in allen Gestalten und bringt viel von seiner Originalsprecherin Akwafina („Oceans 8“ (2018), „The Farewell“ (2019)) mit ein, welche hier auch wunderbar ihren Humor entfalten kann. Auch in der deutschen Synchronisation wurden die SprecherInnen gut ausgewählt, so dass der Film auch auf tonaler Ebene stimmig ist. „Raya und der letzte Drache“ ist ein wunderbarer Animationsfilm, der große wie kleine ZuschauerInnen gleichermaßen anspricht, wunderbar Geschichte, Humor und Spannung vereint und es schafft mit seinen fantasievollen Bildern in eine fremde Welt zu entführen. 

Fazit: „Raya und der letzte Drache“ ist ein großer Animationsspaß, der eine klassische Heldengeschichte ganz aus dem Hause Disney mit vielen fantasievollen Elementen vereint. Der Film ist gefüllt mit Herz, Humor und Spannung, liefert dazu wunderbare CGI-Bilder und kann damit Groß und Klein gleichermaßen gut unterhalten. 

Bewertung: 8/10

Kinostart: 5. März 2021 / DVD-Start: noch unbekannt

Trailer zum Film „Raya und der letzte Drache“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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