„Fredda Meyer“ (2021)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2021

Denise M’Baye und Eva Löbau

Filmkritik: Das Kunstkollektiv werkgruppe2 hatte mit ihrem Erstling „Marina“ (2018) auf dem 61. DOK Leipzig für Wirbel gesorgt und konnte die Goldene Taube als ‚Bester Nationaler Kurzfilm‘ gewinnen. Nun sind sie mit einem zweiten Film zurück auf den Festivals. In „Fredda Meyer“ unter der Regie von Julia Roesler erzählen sie wieder eine Geschichte, welche auf realen Interviews beruht.


Katharina (Eva Löbau) arbeitet als Klinikclown Fredda Meyer. Tagein tagaus sorgt sie für gute Laune bei den Kindern. Nur dem 12-jährigen Moritz (Spencer Kießling) ist nicht so recht zum Lachen zumute, denn es ist klar, dass er bald sterben wird. Fredda wird ihm bis zum Ende zur Seite stehen und macht Späße, wenn alle anderen nur weinen wollen.

Eva Löbau und Spencer Kießling

Das Künstlerinnen-Kollektiv werkgruppe2, bestehend aus Julia Roesler, Insa Rudolph, Silke Merzhäuser und Isabel Robson, setzt sich in seinen Kurzfilmen mit gesellschaftsrelevanten Stoffen auseinander. Während sich ihr erster Film „Marina“ mit einem deutschlandweiten Problem beschäftigt, bleibt „Fredda Meyer“ im Kleinen. Ebenfalls beruhend auf Interviews schufen sie den Spielfilm über einen Krankenhausclown, der mit dem Leid von Kindern aber auch von deren Eltern konfrontiert wird. Was macht es mit einem, wenn man einem Kind bis zu seinem Tod zur Seite steht? Solchen Fragen spürt der Film nach, in dem er in ruhigen, sehr realitätsnahen Bildern die Ereignisse schildert. Dank des gelungenen Zusammenspiels des Kinderdarstellers Spencer Kießling und der Clowndarstellerin Eva Löbau („Tatort“ (2007-2021)) schafft es der Film die Bandbreite der Gefühle zu vermitteln und zeigt, wie viel Kraft für diesen Job benötigt wird, auch wenn es an der Oberfläche nur um Witze geht. 

Fazit: Mit dem richtigen Gespür für die Stimmung, authentischen Bildern und mit einer äußerst gut besetzten Hauptrolle schafft es „Fredda Meyer“ ein schwieriges Thema in kürzester Zeit rüberzubringen und wurde dafür lobend auf der Preisverleihung des 33. Filmfest Dresden erwähnt.

Bewertung: 7,5/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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